Barrierefreie Anpassungen  
✖
Wählen Sie Ihre Einstellungen

Schriftgröße

 

Zeilenabstand

 

Wortabstand

 

Graustufen-Bilder

 

Alles zurücksetzen
 
öffne Menü Sortenfinder
Sorten-icon Sortenfinder
Sortenfinder immer anzeigen

Besuchen Sie uns auf facebook  Besuchen Sie uns auf instagram  Besuchen Sie uns auf youtube  Besuchen Sie uns auf linkedin 
Home / Aus der Praxis / Leguminosen / Körnererbsen / Aussaat/Bodenbearbeitung / Wintererbsen: Spätsaaten liefern hohe Erträge und bieten mehr Flexibilität
Blog-Startseite
  23.10.2026
  0 Kommentare
Pflanzen sprießen durch eine dünne Schneedecke auf einem Feld bei Sonnenlicht. (automatisch generiert durch KI)

Wintererbsen: Spätsaaten liefern hohe Erträge und bieten mehr Flexibilität

Aktuelle Versuche bestätigen: Wintererbsen erzielen auch bei einer Aussaat bis Mitte November stabile Erträge und schaffen zusätzlichen Spielraum in der Fruchtfolge – insbesondere in trockenen Anbauregionen. Die Ergebnisse liefern klare Praxisempfehlungen und betonen zudem die Vorteile einer gezielten Fungizidstrategie.

Der Anbau von Wintererbsen hat in den vergangenen Jahren zugenommen. Über die letzten zwei Jahre (2025/2026) hat die Norddeutsche Pflanzenzucht (NPZ), ein Pflanzenzüchter im Verbund der Saaten-Union, Aussaattermine Mitte bis Ende Oktober und Mitte November sowie unterschiedliche Fungizidstrategien untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass Wintererbsen auch bei später Aussaat leistungsfähig bleiben und damit zusätzliche Möglichkeiten für die Fruchtfolgegestaltung eröffnen, insbesondere nach spät räumenden Kulturen wie Körnermais oder Zuckerrüben.

Reihen von kleinen Pflanzen auf einem Feld, mit einer Schicht aus Frost bedeckt. (automatisch generiert durch KI)
Wintererbse nach späterer Aussaat gut entwickelt

Praxisempfehlung: Wintererbsen lieber später als zu früh aussäen

Am Versuchsstandort Weddegast bei Bernburg in Sachsen-Anhalt erreichten die Spätsaaten in den Versuchsparzellen mit rund 61 dt/ha vergleichbare Kornerträge wie die Oktoberaussaaten.

Die Untersuchungen bestätigen damit internationale Versuchsergebnisse sowie Erfahrungen aus der Praxis: Wintererbsen sollten frühestens ab Mitte Oktober ausgesät werden, dazu früh entwickelte Bestände an Winterhärte verlieren können und anfälliger für Krankheiten sind Kompakte Pflanzen mit etwa zwei bis drei Blättern und einer Wuchshöhe von drei bis fünf Zentimetern bieten dagegen günstige Voraussetzungen für die Überwinterung.

Wintererbse FEROE überzeugt in trockenen Regionen

Besonders in den Landessortenversuchen der klassischen Anbauregionen Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringenbestätigt die Wintererbse FEROE ihre Leistungsfähigkeit. Über drei Prüfjahre (2024–2026) in 19 Versuchsorten erreichte die Sorte einen relativen Kornertrag von 106 Prozent gegenüber dem Versuchsmittel und damit mehrjährig die höchsten Kornerträge.

Pflanze mit gefrorenen Blättern und Knospe in Nahaufnahme, im Hintergrund unscharfer Boden. (automatisch generiert durch KI)
Wintererbse FEROE erzielt mehrjährig die höchsten Kornerträge (LSV 2024-2026)

Ein wesentlicher Vorteil der Winterformen liegt in der besseren Nutzung der Winterfeuchtigkeit und ihrer früheren Entwicklung im Frühjahr. Dadurch können sie der zunehmenden Frühsommer- und Sommertrockenheit besser ausweichen und erweisen sich als leistungsstarke Alternative zu Sommererbsen.

FEROE zeichnet sich zudem durch eine ausgeprägte Winterhärte, bester Standfestigkeit im LSV-Prüfsortiment und eine vergleichsweise geringe Anfälligkeit gegenüber bodenbürtigen Erbsenkrankheiten aus.

Fungizideinsatz an Saattermin und Bestandsentwicklung anpassen

Für den ökologischen Anbau ist die späte Aussaat interessant, da hier der chemische Pflanzenschutz entfällt. Im konventionellen Anbau sollte neben der Blütenbehandlung auch die Fungizidapplikation eingeplant werden.

Bei den NPZ-Versuchen zum Einfluss unterschiedlicher Fungizidstrategien zeigte sich insbesondere bei der Normalsaat ein positiver Effekt einer zusätzlichen Behandlung zum Vegetationsbeginn. Bei den Spätsaaten lagen die Erträge beider Behandlungsvarianten dagegen nahezu gleichauf.

Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung einer an Saattermin, Bestandsentwicklung und Krankheitsdruck angepassten Bestandsführung. Besonders nach wüchsigen Herbstbedingungen kann frühzeitiger Fungizideinsatz zum Vegetationsbeginn zur Ertragsabsicherung beitragen. Dabei sind die jeweils geltenden Zulassungen und Anwendungsvorgaben zu beachten.


Zu diesem Artikel gibt es noch keine Kommentare.

 


Hier mitdiskutieren:
Haben Sie Fragen oder Anmerkungen? Verfassen Sie hier einen Kommentar:

 

Kurz zu den Cookies

Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Verwendung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter. Unsere Partner führen diese Informationen möglicherweise mit weiteren Daten zusammen, die Sie ihnen bereitgestellt haben oder die sie im Rahmen Ihrer Nutzung der Dienste gesammelt haben.




Mehr Details
✖


Cookies sind kleine Textdateien, die von Webseiten verwendet werden, um die Benutzererfahrung effizienter zu gestalten. Laut Gesetz können wir Cookies auf Ihrem Gerät speichern, wenn diese für den Betrieb dieser Seite unbedingt notwendig sind. Für alle anderen Cookie-Typen benötigen wir Ihre Erlaubnis. Diese Seite verwendet unterschiedliche Cookie-Typen. Einige Cookies werden von Drittparteien platziert, die auf unseren Seiten erscheinen. Sie können Ihre Einwilligung jederzeit von der Cookie-Erklärung auf unserer Website ändern oder wiederrufen. Erfahren Sie in unserer Datenschutzrichtlinie mehr darüber, wer wir sind, wie Sie uns kontaktieren können und wie wir personenbezogene Daten verarbeiten. Ihre Einwilligung trifft auf die folgende Domain zu: www.saaten-union.de

Notwendige Cookies helfen dabei, eine Webseite nutzbar zu machen, indem sie Grundfunktionen wie Seitennavigation und Zugriff auf sichere Bereiche der Webseite ermöglichen. Die Webseite kann ohne diese Cookies nicht richtig funktionieren.

Statistik-Cookies helfen Webseiten-Besitzern zu verstehen, wie Besucher mit Webseiten interagieren, indem Informationen anonym gesammelt und gemeldet werden.

Marketing-Cookies werden verwendet, um Besuchern auf Webseiten zu folgen. Die Absicht ist, Anzeigen zu zeigen, die relevant und ansprechend für den einzelnen Benutzer sind und daher wertvoller für Publisher und werbetreibende Drittparteien sind.

Schließen
Individuelle Cookie-Einstellungen
Notwendige Cookies sind Cookies, die für den Betrieb einer Internetseite erforderlich sind.

YouTube

Anbieter
Google LLC
Beschreibung
Cookie von Google, dient der Bereitstellung und Verbesserung personalisierter Nutzererfahrung auf Google-Plattformen.
Cookie-Name
YouTube
Laufzeit
24h
Datenschutzerklärung
https://policies.google.com/privacy?hl=de

Google Analytics

Anbieter
Google LLC
Beschreibung
Cookie von Google, wird für Analysen der Internetseite genutzt. Enthalten sind allgemeine statistische Daten, wie der Besucher die Internetseite benutzt.
Cookie-Name
gatrackingid
Laufzeit
24h
Datenschutzerklärung
https://policies.google.com/privacy?hl=de

Ahrefs

Anbieter
Ahrefs Pte. Ltd. (UEN 201227417H), Singapur
Beschreibung
Cookie von Ahrefs, wird für Analyse der Website-Leistung für SEO-Zwecke, u. a. Auswertung von Seitenaufrufen, Interaktionen, Sichtbarkeit/Rankings, Backlinks sowie Erkennung technischer Fehler verwendet. Die Erkenntnisse helfen, Inhalte zu verbessern und technische Probleme zu beheben.

Ahrefs Pte Ltd (UEN 201227417H), 16 Raffles Quay #33-03, Hong Leong Building, Singapore 048581. EU-Vertreter: VeraSafe Ireland Ltd., Unit 3D North Point House, North Point Business Park, New Mallow Road, Cork T23AT2P, Irland.
Cookie-Name
Laufzeit
24h
Datenschutzerklärung
https://ahrefs.com/de/legal/privacy-policy


Schließen