Sorten-icon Sortenfinder

Sorten anzeigen
Ihr Vertriebsberater

Ölrettich: Nummer eins vor Kartoffeln

Für Kartoffeln stellt sich auch im dritten Jahr des Greenings die Frage, was die geeigneten Zwischenfrüchte zur Förderung von Ertrag und Qualität der wertvollen Hauptfrucht sind.

Schnell gelesen (Kurzfassung):

Für Qualitätskartoffeln auf leichten Böden stellt die Begrenzung der virusbedingten Eisenfleckigkeit noch immer eine große Herausforderung dar. Der Verursacher, das Tobacco Rattle Virus (TRV), wird am Mundstachel der frei lebenden Trichodoriden-Nematoden transportiert und bei der Saugtätigkeit an den Pflanzenwurzeln übertragen.

Die Autorin Michaela Schlathölter gibt einen Einblick in die Komplexität des Ökossystems. Ölrettich ist eine schlechte Wirtspflanze für die Nematoden und kann die Population und damit das Risiko einer Virusünbertragung dramatisch absenken. Es bestehen jedoch Sortenunterschiede.

Für Trichodoriden ist auch Rauhafer eine ebenso schlechte Wirtspflanze wie Ölrettich, sodass die Nematodenbelastung im Boden verringert wird. Die Rauhafersorte PRATEX hat sich darüber hinaus als Vorfrucht vor Kartoffeln durch seine reduzierende Wirkung von wandernden Wurzelnematoden (Pratylenchus penetrans) bewährt, die häufig auf leichten Böden vorkommen.

Die Zwischenfrucht vor Kartoffeln kann den Ertrag und die Qualität dieser positiv wie negativ beeinflussen. Keine Zwischenfrucht ist so sicher und gut untersucht wie der Ölrettich. Als Vorfrucht vor Kartoffeln ist Ölrettich somit die erste Wahl. Sollen zusätzlich Greeningauflagen erfüllt werden, so stellen Rauhafer und Lein mögliche Mischungspartner dar.

 



Durch die Nutzung unserer Website erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Zur Datenschutzerklärung