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Home / Aus der Praxis / Zwischenfrüchte / Erfolg beginnt im Boden – Zwischenfrüchte richtig einsetzen
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  01.07.2026
  0 Kommentare
Fünf Personen sitzen auf einer Bühne vor einem Bildschirm mit Präsentation. Eine Person steht und spricht ins Mikrofon. (automatisch generiert durch KI)

Erfolg beginnt im Boden – Zwischenfrüchte richtig einsetzen

Panel Talk für Profis: Auf den DLG-Feldtagen 2026 zeigten vier Experten aus Wissenschaft, Beratung, Züchtung und Praxis, worauf es beim erfolgreichen Einsatz von Zwischenfrüchten wirklich ankommt – von Humusaufbau und Stickstoffmanagement bis hin zu Züchtung und praktischen Erfahrungen aus dem Betrieb.

Vier Perspektiven – ein gemeinsames Ziel

Die DLG-Feldtage bieten eine ideale Plattform, um neue Erkenntnisse rund um den Zwischenfruchtanbau zu gewinnen, Erfahrungen auszutauschen und mit Experten ins Gespräch zu kommen.

Ein besonderes Highlight war der Panel Talk „Erfolg beginnt im Boden – Zwischenfrüchte richtig einsetzen“ am 17. Juni 2026 auf der Plaza Stage. Die vier Referenten beleuchteten das Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln und machten deutlich: Erfolgreiche Zwischenfruchtbestände sind ein entscheidender Baustein für leistungsfähige und widerstandsfähige Böden.

Fünf Personen sitzen auf einer Bühne vor einem Bildschirm mit Präsentation. Eine Person steht und spricht ins Mikrofon. (automatisch generiert durch KI)
DLG-Feldtage: Panel Talk für Profis: Erfolg beginnt im Boden - Zwischenfrüchte richtig einsetzen


Humus als Schlüssel für fruchtbare Böden

Prof. Dr. Axel Don, stellvertretender Leiter des Thünen-Instituts für Agrarklimaschutz

Eine Person steht an einem Rednerpult mit DLG-Logo, daneben ein großer Blumenstrauß. (automatisch generiert durch KI)
Prof. Dr. Axel Don über Humus als Schlüssel für fruchtbare Böden

Prof. Dr. Axel Don zeigte eindrucksvoll, welche zentrale Rolle Zwischenfrüchte für den Humusaufbau und die langfristige Bodenfruchtbarkeit spielen. Sein Fazit: Je mehr Biomasse eine Zwischenfrucht bildet, desto größer sind die positiven Effekte für Boden und Klima.

Die wichtigsten Erkenntnisse:

  • Humus ist die Grundlage für langfristig fruchtbare Böden. Für den Aufbau sind Zwischenfrüchte essentiell.
  • Komponenten mit mehr oder tieferen Wurzeln in der Zwischenfruchtmischung sind besonders förderlich für den Humusaufbau.
  • Etwa 12 bis 17 % des Biomasse-Kohlenstoffs von Zwischenfrüchten werden langfristig als Bodenkohlenstoff gebunden.
  • Gute Zwischenfruchtbestände sind überall in Deutschland möglich

Die richtige Mischung entscheidet über die Stickstoffwirkung

Michael Robert, Berater in Nordrhein-Westfalen bei der SAATEN-UNION

Ein Mann hält ein Mikrofon und spricht auf einer Bühne mit Blumenarrangement und DLG Feldtage-Logo im Hintergrund. (automatisch generiert durch KI)
Michael Robert (SAATEN-UNION) über die Stikstofffixierung von unterschiedlichen Zwischenfruchtmischungen

Michael Robert erläuterte, welchen Einfluss die Artenzusammensetzung einer Zwischenfruchtmischung auf Stickstoffspeicherung und Nährstoffnachlieferung hat. Zwischenfrüchte können erhebliche Mengen Stickstoff aufnehmen, konservieren und der Folgekultur wieder zur Verfügung stellen.

Für die Stickstoffwirkung sind insbesondere folgende Faktoren entscheidend:

  • Anteil und Art der Leguminosen
  • Ober- und unterirdisches Biomassepotenzial
  • C/N-Verhältnis der Zwischenfrucht-Mischung
  • Abfrierverhalten der Zwischenfrucht-Mischung

Züchtung schafft leistungsfähige Zwischenfrüchte

Matz Petersen, Geschäftsführer P. H. Petersen Saatzucht Lundsgaard GmbH

Ein Mann spricht in ein Mikrofon auf einer Bühne mit Blumenarrangement und DLG Feldtage-Hintergrund. (automatisch generiert durch KI)
Matz Petersen (P.H. Petersen Saatzucht Lundsgaard) über die Züchtung von Zwischenfrüchten

Matz Petersen gab Einblicke in die Züchtung und Saatgutvermehrung von Zwischenfrüchten. Sein Unternehmen verfügt über rund 125 zugelassene Zwischenfruchtsorten aus mehr als 30 Arten, die über die SAATEN-UNION vertrieben werden.

Seine Kernbotschaften:

  • Zwischenfrüchte bieten großes Potenzial zur Lösung ackerbaulicher und phytosanitärer Herausforderungen.
  • Eine sorgfältige und kontrollierte Saatgutvermehrung ist die Grundlage für hohe Qualität.
  • Moderne Züchtung schafft Sorten mit verbesserten Eigenschaften hinsichtlich Blühverhalten, Anfangsentwicklung oder Nematodenresistenz
  • Saatgut in Extra-Qualität ist der günstigste Pflanzenschutz.

Erfahrungen aus der landwirtschaftlichen Praxis

Julius Löbbecke, Betriebsleiter Rittergut Ribbesbüttel

Ein Mann hält eine Präsentation mit Mikrofon vor einem Plakat über Maisanbau. Daneben steht ein Blumenarrangement. (automatisch generiert durch KI)
Landwirt Julius Löbbecke berichtet über seinen Erfahrungen mit viterra® Zwischenfrüchten

Wie sich Zwischenfruchtmischungen in der Praxis bewähren, zeigte Julius Löbbecke anhand der Erfahrungen auf seinem Betrieb. Zum Einsatz kommen unter anderem viterra® RÜBENGARE, viterra® MAIS STRUKTUR – im vergangenen Jahr erstmals per Drohne ausgesät – sowie viterra® INTENSIV N-PLUS vor Kartoffeln.

Besonders positiv bewertet er folgende Effekte:

  • Bodenaufwertung: Zwischenfruchtmischungen in Kombination mit langjähriger Gärrestdüngung verbessern die Bodenqualität nachhaltig.
  • Wasserhaushalt: Gut durchwurzelte Mischungen sorgen für eine bessere Wasserversorgung und höhere Trockenstresstoleranz: (stehende Rüben bei Trockenheit vs. liegende Rüben bei Reinsaat Ölrettich).
  • Düngeeffizienz: Hohe Nmin-Werte im Frühjahr ermöglichen eine effiziente Stickstoffversorgung der Folgekultur. So konnten die Zuckerrüben mit nur knapp 100 kg Stickstoff ausschließlich über Gärrest gedüngt werden.

Vortragsunterlagen zum Download

Sie konnten den Panel Talk auf den DLG-Feldtagen nicht live verfolgen oder möchten einzelne Inhalte noch einmal nachlesen? Unten finden Sie die Präsentation der Referenten zum Download.


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