Die SAATEN-UNION hat, zusammen mit zahlreichen Fütterungsexperten und Analyselaboren, deutschlandweit landwirtschaftliche Betriebe für unser MILK BOOST Anbau-und Fütterungs-Experiment gewonnen. Die Vorgabe war, das Maisgemisch separat zu ernten, zu silieren und mindestens drei Wochen zu verfüttern. Anschließend sollen neben umfangreichen Silageanalysen, die Ergebnisse im Stall, im Milchtank und bei der Abrechnung beobachtet werden.Ergebnise aus den Betrieben und Einschätzungen der Betriebsleiter liegen vor.
Es besteht die Möglichkeit, die Grundfutterkomponenten ausschließlich im Trog bzw. Futtermischwagen zu optimieren oder aber man startet damit bereits im Feld. Das ist der Grundgedanke bei Mischungen verschiedener Maissorten: Sie sollen sich mit Blick auf die Verbesserung der Grundfutterqualität ergänzen und dabei hinsichtlich der Abreife zusammenpassen. Das Konzept des Spezial-Mais-Gemenges SU MILK BOOST sieht eine Kombination aus drei Sorten vor, deren Profile unterschiedlich sind: Während eine Sorte den Schwerpunkt auf Stärke legt, ist es bei der zweiten das Ölprofil und die dritte - ein Schwarzmais - bringt Antioxidantien für die Tiergesundheit mit.
Die ersten Fütterungsversuche fanden in Frankreich statt und lieferten vielversprechende Ergebnisse. Die daraus resultierenden möglichen Vorteile für Landwirte sollten nun auf deutsche Praxisbetriebe übertragen werden.
So nahmen in 2025 deutschlandweit landwirtschaftliche Betriebe an einem Versuch mit SU MILK BOOST teil und wurden dabei von den SAATEN-UNION Vertriebsberatern, lokalen Fütterungsexperten und Analyselaboren begleitet.
Die Motivation der teilnehmenden Betriebe war insbesondere, die eigene Grundfutterration weiter zu optimieren, um mehr Milch zu bekommen aber insbesondere auch um Qualität und Tiergesundheit zu verbessern.
Deutlich verbesserte Silagequalität
Die Qualitätsergebnisse aus den insgesamt 20 Silageanalysen der Ernte 2025 liegen nun vor. Besonders signifikant ggü. einer Standard Mais Silage hervorzuheben sind:
- Der Rohfettgehalt (Richtwert: 2,5–4,0) liegt mit 4,7 deutlich über dem Mittel
- Der Stärkegehalt liegt mit 31 % deutlich unter dem Mittel.
- Die ELOS (Verdaulichkeit) ist mit 73 % am mittleren bis oberen Ende
- Die ME Rind ist mit 11,4 ME rund 0,9 ME höher als das Versuchsmittel und
- Die NEL beträgt 6,9 (Richtwert 6,3–6,8) und liegt damit über dem Mittel
Die Ergebnisse aus den Silageanalysen unterstreichen, dass der hohe Energiegehalt durch einen höheren Ölgehalt erreicht wurde. Bestätigt wurde zudem ein eher niedriger Stärkegehalt zugunsten eines höheren Ölgehaltes. Das Öl ist eine gegensätzliche Energiequelle gegenüber der Stärke und senkt damit die Gefahr einer Pansenacidose. Dies erlaubt damit eine Erhöhung der Energiedichte in der Ration, was insbesondere bei Hochleistungskühen oder zu Laktationsbeginn zu messbar mehr Milch führen kann.
Die Parameter Verdaulichkeit, ME und NEL lagen insgesamt über dem Versuchsmittel, sodass nachgewiesen wurde, dass mit SU MILK BOOST energiereiche und hochverdauliche Qualitätssilage erzeugt werden kann.
Und das sagen die teilnehmenden Praktiker
So weit die Theorie, wichtig sind dann natürlich die Erfahrungen im Stall. Eine verbesserte Qualität müsste sich in der Milchleistung und in der Milchzusammensetzung widerspiegeln – idealerweise auch in Tiergesundheit und Tierwohl. Letzteres ging in dieser Praxisstudie jedoch nur als weiches Kriterium in die Bewertung ein.
Landwirtschaftlicher Betrieb Ude Schmidt
Der Betrieb Ude Schmidt, mit ca. 120 Tieren liegt in Dornumer siel. Betriebsüblich wird dort Grassilage + Mais verfüttert. Seit November wird in diesem Betrieb die Maissorte verfüttert. Die Flächen mit dem wurden am 18.Oktober geerntet. Erste Ergebnisse im November zeigen das aktuell um die 2 kg mehr Milch Pro Kuh/Tag gemolken wird. Nicht nur die Menge hat sich laut Landwirt Ude Schmidt erhöht, sondern auch die Qualität der Milch ist im Vergleich besser geworden. Die Kuh an sich hat auch an Masse zugelegt. Ein Monat später kann der Landwirt dieses Ergebnis nur bestätigen.
Stand: 5. Januar 2026
Michael Beck, Hof Aischland Milch eGbR
„In der Zeit der Verfütterung der -Silage konnte man feststellen, dass es so ca. 2 kg Milch je Kuh und Tag mehr waren. Auch die Inhaltstoffe Fett und Eiweiß waren leicht besser als davor. (…)
Seit dem Ende der Testphase mit der Silage (ca. 5 Wochen) verfüttern wir nun Maissilage aus Ernte 2025 aus MICHELEEN, KELDEO, SUCORN und SU CRUMBER. Da die Qualität der Maissilage aus Ernte 2025 bei uns echt top sind, liegt die Milchleistung weiter auf gleichem Niveau, tendenziell fast sogar leicht besser. Um weitergehende Aussagen treffen zu können, müsste über einen längeren Zeitraum (mind. 4 Monate) mit Silage gefüttert werden. Da ertraglich und qualitativ absolut top und okay ist, haben wir zur Aussaat 2026 nun 60 Einheiten gekauft, und sind gespannt auf dann hoffentlich weitere gute Erfahrungen damit.“
Stand: 14. April 2026
Lukas Schneider, ALM Schneider GbR
„Wir hatten auf 5 ha im Probe anbau und ver füttern seit Januar 2026. Das Ergebnis der Silage-Untersuchung hat unsere Erwartungen erfüllt. Neben knapp 34 % Stärke und 7,1 MJ NEL wurden 4,6 % Rohfett ermittelt. Insbesondere bei den frischmelkenden Kühen stellen wir eine verbesserte Persistenz fest. Die Kühe sind fitter, was wir auf die gute Grassilage 2025 in Kombination der sehr guten Maissilage zurückführen. Wir haben den Maisanbau für 2026 komplett auf umgestellt.“
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