Gesundheit für Acker, Tier und Mensch

Die Ackerbohne: Hoher Vorfruchtwert und immer bessere Vermarktungsmöglichkeiten als wertvolles Futter und Lebensmittel. 

Als Hülsenfrucht geht die Ackerbohne eine Symbiose mit stickstofffixierenden Knöllchenbakterien ein. Der gebundene Luftstickstoff trägt nicht nur zur Versorgung der Leguminose bei, sondern steht über Wurzel- und Ernterückstände teilweise auch den nachfolgenden Kulturen zur Verfügung. Die Ackerbohnen hinterlassen eine gute Bodengare.

Der Anbau der Sommerform ist ein wichtiger Baustein zur Regulierung von Problemungräsern und Unkräutern, insbesondere in getreidelastigen Fruchtfolgen. Durch die Auflockerung der Fruchtfolge lassen sich Pflanzenschutzmaßnahmen reduzieren und ackerbauliche Risiken minimieren.

Darüber hinaus haben sich die Vermarktungsmöglichkeiten für heimische Leguminosen in den letzten Jahren kontinuierlich verbessert. Bohnenprotein wird zunehmend in Fleischersatzprodukten eingesetzt. In der Tierernährung kann es das Protein von importiertem Soja ganz oder teilweise ersetzen und leistet damit einen Beitrag zu einer regionalen, gentechnikfreien Eiweißversorgung.


Winterackerbohnen: Ertragssicherheit und Risikostreuung

Die Züchtung von Winterackerbohnen hat große Fortschritte gemacht. Versuche zur Winterhärte belegen, dass eine Auswinterung von Winterackerbohnen und -körnererbsen ab etwa -15 °C einsetzt. Wie in allen Winterungen hilft eine isolierende Schneedecke den Kulturen durch den Winter.

Der Anbau von Wintererbsen und -bohnen dient zudem einer breiteren Risikostreuung im Betrieb. Durch die bessere Nutzung der Winterfeuchte besitzen Winterkörnerleguminosen vor allem in trockenen Frühjahren einen deutlichen vegetativen Vorteil gegenüber der Sommerform. Dank des Vegetationsvorsprungs fallen die sensiblen Entwicklungsphasen wie Blüte und Hülsenfüllung seltener in vorsommerliche Trocken- und Hitzeperioden, was die Ertragssicherheit erhöht.


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