Viele moderne Hybridroggensorten eignen sich sowohl für die Körnerernte als auch für die Nutzung als Ganzpflanzensilage. Sie ermöglichen es, die endgültige Nutzungsrichtung bis weit in die Vegetation hinein offenzuhalten. Damit bleibt die Entscheidung zwischen Körnerernte und GPS-Nutzung flexibel und lässt sich an die tatsächlichen Bedingungen des Anbaujahres anpassen.
Vor dem Hintergrund zunehmender Wetterextreme, schwankender Marktpreise und sich verändernder betrieblicher Anforderungen gewinnt die eingangs erwähnte Flexibilität zunehmend an Bedeutung. Die Entscheidung kann zu einem Zeitpunkt getroffen werden, an dem sich Ertragspotenzial, Futterbedarf oder Vermarktungsmöglichkeiten besser einschätzen lassen.
Wann spricht man von Doppelnutzungssorte?
Doppelnutzungssorten liefern sowohl hohe Kornerträge als auch eine hohe GPS-Leistung. Bei ihrem Anbau muss die Entscheidung über die Verwertung nicht bereits im Herbst getroffen werden, sondern kann bis zum Frühjahr oder Frühsommer offengehalten werden.
Diese Flexibilität bietet verschiedene Vorteile:
- Anpassung an die aktuelle Wetterentwicklung
- Reaktion auf Futterengpässeim Betrieb
- Nutzung attraktiver Vermarktungsmöglichkeiten bei Getreide
- Risikostreuung bei unsicheren Ertragserwartungen
- höhere Planungssicherheit
Insbesondere viehhaltende Betriebe oder Betriebe mit Biogasproduktion profitieren davon, auf unvorhergesehene Entwicklungen reagieren zu können. Doppelnutzungsfähige Roggensorten schaffen also zusätzliche Handlungsmöglichkeiten und reduzieren das betriebliche Risiko.
Leistungsfähige Sorten für beide Nutzungsrichtungen
Im aktuellen Sortiment stehen mehrere Hybridroggensorten zur Verfügung, die sowohl für die Körner- als auch für die GPS-Nutzung interessante Perspektiven bieten. Dazu zählen unter anderem SU KARLSSON und SU PERSPECTIV. Für beide Sorten liegen aus verschiedenen Regionen mehrjährige Beschreibungen zur Kornertragsleistung und zur Eignung für die GPS-Nutzung vor.
Erstmalig wurden auch Ergebnisse für die Sorte SU FRED generiert. Sie wurde 2026 erstmals im GPS-Segment der bayerischen Landessortenversuche geprüft und erreichte dort einen relativen Trockenmasseertrag von 103 %.
Fazit
Doppelnutzungsfähige Hybridroggensorten bieten Betrieben die Möglichkeit, auf unterschiedliche Entwicklungen im Anbaujahr flexibel zu reagieren. Die Entscheidung zwischen Körner- und GPS-Nutzung kann an die aktuelle betriebliche Situation angepasst werden.
Angesichts zunehmender Wetter- und Marktunsicherheiten wird diese Flexibilität für viele Betriebe zu einem wichtigen Baustein des Risikomanagements. Sorten wie SU Karlsson, SU PERSPECTIV und SU FRED zeigen, dass sich hohe Leistungsfähigkeit und flexible Nutzungsmöglichkeiten miteinander kombinieren lassen.
Schnell gelesen (Kurzfassung):
Der Artikel beschreibt die Vorteile moderner Hybridroggensorten, die sich sowohl für die Körnerernte als auch für Ganzpflanzensilage eignen. Diese Doppelnutzungssorten bieten Flexibilität, da die endgültige Nutzungsentscheidung bis weit in die Vegetationsperiode offenbleiben kann. Diese Anpassungsfähigkeit ist angesichts zunehmender Wetterextreme und schwankender Marktpreise besonders wertvoll. Viehhaltende Betriebe und Biogasproduzenten profitieren von der Möglichkeit, auf unvorhergesehene Entwicklungen zu reagieren. Sorten wie SU Karlsson, SU Perspectiv und SU Fred bieten hohe Erträge und Flexibilität.
Hier mitdiskutieren:
Haben Sie Fragen oder Anmerkungen? Verfassen Sie hier einen Kommentar:
Sortenfinder