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Home / Aus der Praxis / Getreide / Winterroggen/HySeed-Hybridroggen / Ökonomie/Markt/Verwertung / Ist Grünschnittroggen in der Fütterung eine Alternative zu Welschem Weidelgras?
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  01.07.2025
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  Fütterung, Zwischenfrüchte

Ist Grünschnittroggen in der Fütterung eine Alternative zu Welschem Weidelgras?

Welsches Weidelgras steht aufgrund der regional auftretenden Herbizid-Resistenzen zunehmend in der Kritik. Ob Grünschnittroggen auf Standorten mit höherer Nährstoffnachlieferung in Mischungen Welsches Weidelgras ersetzen kann, beleuchtet Franz Unterforsthuber.

Zunächst muss man ganz klar sagen: Die gezielte Aussaat von Weidelgras mit anschließender Nutzung und konsequenter Stoppelbearbeitung (am besten mit Pflug) ist nicht die Ursache des Problems. Die Kultur wird seit vielen Jahren vor allem in Regionen mit ausreichend Niederschlag erfolgreich zur Futterproduktion im ein- bzw. überjährigen Anbau genutzt. Sie überzeugt durch ihr schnelles Wachstum und den hohen Futterwert.


Welsches Weidelgras mit rechtzeitiger Nutzung kann weiterhin eingesetzt werden

In Futtermischungen bei der einjährigen Nutzung in der Kombination mit Einjährigem Weidelgras (z. B. V-Max® SOMMERFUTTER) trägt es zur Leistungssteigerung bei und garantiert über längere Zeit eine hohe Futterqualität. Die Pflanze verholzt später, da die Blüte weitgehend erst nach einsetzendem Kältereiz erfolgt.

Überjährig haben sich Kombinationen mit winterharten Leguminosen wie Inkarnatklee bewährt. Dieser fördert das Wachstum, sorgt für eine erhöhte Nährstoffaufnahme im Herbst und im zeitigen Frühjahr und verhindert so die Auswaschung (Mischungsbeispiel V-Max® FUTTER).

Auch großkörnige Leguminosen wie Winterwicken und Futtererbsen können Futtermischungen mit Weidelgras aufwerten (z. B. V-Max® Lundsgaarder Gemenge). Diese verbessern die Futterqualität durch mehr Eiweiß und überzeugen unterirdisch durch eine enorme Wurzelbildung mit vielen Knöllchenbakterien, die wiederum Stickstoff für den anschließenden Mais liefern. Vor allem bei trockenem Frühjahr sorgt dies für deutlich stabilere Erträge.


Dichtes grünes Gras mit kleinen roten Blumen verteilt auf der Oberfläche. (automatisch generiert durch KI)
1) Harmonische Zusammensetzung des V-Max® Lundsgaarder Gemenges; Bild Unterforsthuber
Grüne Wiese mit hohem Gras, umgeben von Bäumen unter bewölktem Himmel. (automatisch generiert durch KI)
2) Direkter Vergleich V-Max® LUNDSGAARDER GEMENGE mit einem Streifen PROTECTOR; Bild: Unterforsthuber
Grüne Wiese mit hohem Gras und Bäumen im Hintergrund. (automatisch generiert durch KI)
3) Zu starke Dominanz mit Lager bei den Varianten mit Roggen PROTECTOR; Bild Unterforsthuber


Alternative Grünschnittroggen wird in Versuchen geprüft

Ob aus Anlass der Resistenzdiskussion das Welsche Weidelgras in Futtermischungen durch den Grünschnittroggen ersetzt werden kann, wird in Exaktversuchen an den Standorten Lundsgaard (P. H. Petersen Saatzucht, Schleswig-Holstein) und Moosburg (Saaten-Union Versuchsstation Bayern) überprüft. Unter anderem werden die Roggen-Varianten gezielt zu der Gras-Leguminosenmischung V-Max® Lundsgaarder Gemenge abgetestet.

Die Mischungen werden an beiden Prüfstandorten Ende September bzw. Anfang Oktober letzten Jahres gesät. Die Düngung von ca. 80 kg N/ha erfolgt in Form von einer Startgabe mit SSA bzw. ASS sowie einer KAS-Gabe Anfang März. Die Parzellen werden Anfang/Mitte Mai dieses Jahres als später Grünschnitt geerntet. Die Ergebnisse sind in Tab. 1 zusammengefasst.

Die deutlich höheren Erträge der Grünroggenvarianten gegenüber Weidelgras sind mit der zeitgleichen Ernte zu erklären. Grünroggen ist deutlich schneller in der Entwicklung, was auch an des höheren TS-Werten (25 % gegenüber 18 % bei der Weidelgrasvariante) zu erkennen ist. Ein höherer Anteil an Grünroggen sowie eine höhere Aussaatstärke führen zu einer weiteren Steigerung der Biomasse.

Doch wie sieht es bei den Inhaltsstoffen aus? Hier wird deutlich, dass das Original V-Max® Lundsgaarder Gemenge einen niedrigeren Faseranteil aufweist und deutlich höhere Werte bei Rohprotein, Zucker und Energie.

Zur vollständigen Meinungsbildung werden die Mischungen auch unter den Praxisbedingungen eines Biogasbetriebes mit regelmäßiger organischer Düngung bei späterer Aussaat im Herbst getestet. Dabei konnte beobachtet werden, dass das Welsche Weidelgras besser zum Wachstumsrhythmus von Futtererbsen, Wicken und Inkarnatklee (Bild 1) passt als Grünroggen. Der Roggen ist gegenüber den Mischpartnern zu dominant und geht stärker in Lager (Bild 2 und 3). Ein Wachstumsregler-Einsatz ist aufgrund der Kombination mit Leguminosen nicht zulässig.


Tabelle mit Versuchsergebnissen zu Weidelgras und Winterroggen an zwei Standorten, zeigt Ertrag und Qualität in verschiedenen Szenarien. (automatisch generiert durch KI)
Exaktversuche an den Standorten Lundsgaard und Moosburg


Grünschnittroggen sollte in Reinsaat gesät werden

Grünroggen ist somit in der Mischung kein Ersatz für Welsches Weidelgras und sollte aufgrund des raschen Wachstums nur in Reinsaat gesät werden, um pflanzenbaulich bzgl. Wachstumsregler gezielt reagieren zu können.

Grünroggen kann mit Nutzung im Herbst bereits im Sommer gesät werden, Voraussetzung für einen brauchbaren Herbstschnitt ist hier eine deutlich erhöhte Saatstärke von 450 Kö./m². Das Mähen im Spätherbst ist zwingend notwendig, jedoch nicht zu tief (ca. 10 cm), um den Wiederaustrieb nicht negativ zu beeinträchtigen. Grünroggen in Reinsaat sollte im Frühjahr mit Wachstumsregler behandelt werden.


Fazit aus süddeutscher Sicht

Welsches Weidelgras ist in Regionen mit ausreichend Niederschlag vor allem in Mischungen als qualitativ hochwertige Futterpflanze nicht durch Grünroggen zu ersetzen. Das Wachstum des Roggens passt bei sicherer Wasserversorgung und ausreichend Nährstoffen nicht zu den Mischungspartnern. Wer Weidelgras durch Grünroggen ersetzen will, soll dies in Reinsaat machen, um auf die speziellen Anforderungen des Grünroggens reagieren zu können. Auch frühere Saaten mit Herbstnutzung sind mit erhöhter Saatstärke möglich.


Schnell gelesen (Kurzfassung):

Welsches Weidelgras steht wegen zunehmender Herbizid-Resistenzen in der Kritik. Franz Unterforsthuber untersucht, ob Grünschnittroggen es ersetzen kann. Dabei stellt der Autor fest, dass die gezielte Aussaat von Weidelgras für Futterproduktion nicht die Ursache für das Resistenzproblem ist und Mischungen mit Leguminosen wie Inkarnatklee verbessern die Futterqualität.

In Versuchen wird die Eignung von Grünschnittroggen als Weidelgrasalternative geprüft. Dabei wird deutlich, dass d Grünroggen zwar höhere Erträge, aber geringere Inhaltsstoffen als Weidelgras liefert. Fazit: Weidelgras ist als hochwertige Futterpflanze nicht durch Grünschnittroggen in Mischungen ersetzbar. Letzterer sollte wenn, dann nur in Reinsaat gesät werden.

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