CROPDIVA will wenig genutzte Ackerkulturen zurück auf die Felder bringen
CROPDIVA will wenig genutzte Ackerkulturen zurück auf die Felder bringen

Stärkung der europäischen Agrarbiodiversität

Sechs gering genutzte Ackerkulturen wieder auf die Felder bringen: Hafer, Nacktgerste, Triticale, Buchweizen, Ackerbohnen und Lupinen. Das ist das Ziel des Horizon 2020-Projekts CROPDIVA. Siebenundzwanzig europäische Partner schließen sich zusammen, um die Agrobiodiversität in Europa zu verbessern. Sie erreichen dies, indem sie sich auf die Vielfalt der Kulturpflanzen konzentrieren und lokale Wertschöpfungsketten schaffen.

Horizon 2020: 27 Partner aus 12 Ländern

Ende 2020 genehmigte die Europäische Kommission das Projekt CROPDIVA im Rahmen des Programms Horizon 2020. Das Projekt wurde durch die Zusammenarbeit von Experten aus 12 Ländern, 27 verschiedenen Universitäten, Unternehmen und Organisationen realisiert. Die Universität Gent ist der Koordinator dieses ehrgeizigen Projekts, das offiziell am 1. September 2021 gestartet ist. Der Saaten-Union Gesellschafter Nordsaat Saatzucht ist hier ebenfalls Projektpartner für die Kulturen Hafer und Triticale.

Innovativ und herausfordernd

Das CROPDIVA-Konzept verfolgt einen innovativen und anspruchsvollen Ansatz. Die Projektaktivitäten konzentrieren sich auf (1) die Verbesserung der Widerstandsfähigkeit von Anbausystemen, (2) die Abstimmung der wirtschaftlichen und sozialen Bedürfnisse der Landwirte mit ökologischen Zielen und (3) die Vermarktung neuer Food-/Non-Food-Produkte, die den Bedürfnissen der Verbraucher entsprechen.
Alle ausgewählten Kulturpflanzen verfügen über einen sehr breiten genetischen Hintergrund, der zur Einkreuzung wichtiger Eigenschaften wie Stressresistenz und verbessertem Nährwert genutzt werden kann. Außerdem haben diese Pflanzen einen großen ökologischen Nutzen. Viele von ihnen produzieren zum Beispiel nektarreiche Blüten oder fixieren Luftstickstoff. Dies wird zu sehr widerstandsfähigen Agrarökosystemen mit besserer Anpassungsfähigkeit an den Klimawandel, einer besseren Nutzung der genetischen Ressourcen und einer größeren Nahrungsmittelvielfalt führen.

Das Ziel: Management der biologischen Vielfalt auf allen Ebenen

Die Ergebnisse von CROPDIVA werden nicht in einem verstaubten Stapel Papierkram enden, sondern für innovative Lösungen in der gesamten Kette genutzt werden, um das Management der biologischen Vielfalt auf allen Ebenen zu erleichtern. Möchten Sie über die Arbeit des CROPDIVA-Projekts auf dem Laufenden gehalten werden? Dann abonnieren Sie unseren Newsletter.

Anfragen:

Prof. Geert Haesaert, Coordinator, Department of Plants and Crops, Ghent University - geert.haesaert@ugent.be
Stijn Bossin, Coordinator at Boerenbond - stijn.bossin@boerenbond.be

Dieses Projekt wurde von der Europäischen Union im Rahmen des Forschungs- und Innovationsprogramms Horizon 2020 mit der Finanzhilfevereinbarung Nr. 101000847 gefördert.

(Diese Pressemitteilung wurde aus dem Original ins Deutsche übersetzt)