Die Aussaat des Durum für die Ernte 2026 lohnt sich: Die Marktsituation bleibt weiter stark, die Nachfrage nach Hartweizen robust und – im Vergleich zu schwächelnden Kulturen wie Zuckerrüben – gewinnen Durum-Sorten zunehmend an Bedeutung in vielen regionalen Fruchtfolgen. Unter anderem in Rheinland-Pfalz wird Hartweizen verstärkt neben Zwiebeln und Kartoffeln angebaut. Gleichzeitig sorgen stabile Erträge und hohe Qualitätswerte 2025 für eine positive Perspektive für aussaatwillige Betriebe.
Überblick über den Durummarkt
Die internationale Versorgung war 2025 gut, bleibt jedoch vereinzelt angespannt: Produktionsländer wie Italien, Spanien, Griechenland und Frankreich kämpfen weiterhin darum auf vergangene Erntemengen zu kommen, was die Nachfrage nach qualitativ hochwertigem heimischen Durum stützt. In den letzten 10 Jahren wurde die Hartweizenproduktion in Mittel- und Osteuropa sogar verdreifacht: von 0,35 Mio. Tonnen auf 1,10 Mio. Tonnen in 2025.
In Deutschland könnten nach Einschätzung von Branchenexperten zur Ernte 2026 rund 56.000 bis 57.000 Hektar Durum bestellt werden – ein Wachstum gegenüber etwa 52.500 ha im Jahr 2025. Gleichzeitig erzielte man 2025 einen außergewöhnlich hohen Durchschnittsertrag von 64,5 dt/ha bei Top-Qualitäten, nicht zuletzt dank züchterischer Fortschritte.
Weiterhin positive Markteinschätzung
„Die Kombination aus stabiler Nachfrage, attraktiven Qualitäten und dem erhöhten Interesse der Betriebe macht Durum zu einer empfehlenswerten Kultur für das kommende Anbaujahr“, so die Bewertung von Felix Buchholz, Produktmanager für Hartweizen und Spelzgetreide bei der Saaten-Union. Zudem stieg der Pro-Kopf Verbrauch an Teigwaren (Nudeln) in Deutschland im Wirtschaftsjahr 2024/25 um 0,6 kg gegenüber dem Vorjahr auf mittlerweile 10,1 kg.
Offiziell empfohlene Durumsorten zur Aussaat 2026 sind u.a.:
- Winterdurum Duraverde (v.a. Region Ost)
- Winterdurum Wintersonne (v.a. Region Südwest)
- Sommerdurum Duragro
Stabile Ertragsaussichten
Landwirte, die noch Flächen bestellen wollen, sollten die kommende Aussaatperiode nutzen und auf diese bewährten Saaten-Union Sorten setzen, um von der positiven Marktentwicklung und stabilen Ertragsaussichten zu profitieren. Zusammen mit einer fruchtfolgerichtigen Planung und enger Vermarktungsanbindung können diese Sorten einen wertvollen Beitrag zur Ernte 2026 und 2027 leisten.
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