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  01.06.2021
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  Zwischenfrüchte
Etablierung einer Zwischenfrucht bei geringer Wasserverfügbarkeit

Etablierung einer Zwischenfrucht bei geringer Wasserverfügbarkeit

Auf einem Betrieb in Nordhessen steht die optimale Etablierung einer Zwischenfrucht bei unzureichender Wasserverfügbarkeit im Fokus. Wir berichteten bereits in KW16 und wollen uns nun anschauen, wie sich die Zwischenfrucht bis dato entwickelt hat.

Die folgenden Bilder wurden am 17.05.21 aufgenommen. Seit der Aussaat Mitte April gab es rund 82 l/m² Niederschlag.

Abb.1: Winterdinkelbestand (l.), Einzelpflanzen Winterdinkel und Winterweizen
Abb.1: Winterdinkelbestand (l.), Einzelpflanzen Winterdinkel und Winterweizen

Trotz der Feuchtigkeit entwickelten sich Winterweizen, Winterdinkel und Wintertriticale aufgrund der kühlen Temperaturen eher langsam, ebenso wie die Untersaaten.

Abb.2: Aufgelaufene Zwischenfrucht
Abb.2: Aufgelaufene Zwischenfrucht

Die Mischungspartner Winterrübsen, Winterfutterraps, Inkarnatklee, Phacelia und Leindotter sind gut aufgelaufen und finden sich in allen drei Kulturen.

Die Zusammenstellung der Mischung erfolgte in enger Zusammenarbeit mit P.H.Petersen Saatzucht Lundsgaard, dem Zwischenfruchtzüchter der SAATEN-UNION. Die Anforderung des Öko-Betriebs: Gute Etablierung der Zwischenfrucht bei geringen Niederschlägen nach der Ernte der Hauptfrucht.

Abb.3: Winterrübse und Rapserdfloh
Abb.3: Winterrübse und Rapserdfloh

Untersaaten im Bestand fördern nachweislich die Biodiversität auf dem Acker. Ob sich diese positiv auf den Bestand auswirkt, hängt im ökologischen Landbau stark von der Räuber-Beute Beziehung ab. Es bleibt abzuwarten, ob sich hier ein Zugewinn ergeben wird. Zurzeit fällt auf, dass die Komponenten Winterrübse und Winterfutterraps stark von Schadinsekten angenommen werden (z. B. Rapserdfloh).

Abb.4: Zwischenfrucht in der Wintertriticale
Abb.4: Zwischenfrucht in der Wintertriticale

Hinsichtlich der Wirkung auf die Ackerbegleitflora zeigt sich, dass sich die Untersaat bei Lücken in den Beständen deutlich stärker entwickelt, was wiederum für eine gute Unterdrückungsleistung gegenüber Beikräutern im Bestand spricht.

Wir halten Sie auf dem Laufendem und wünschen Ihnen noch eine schöne Woche. Etwaige Fragen zum Versuch beantwortet Ihnen gern Stefan Ruhnke, Projektmanager Biokulturen.


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