Praxis-Versuche sehen – regional passende Zwischenfrüchte auswählen

Auf einer Vielzahl von Versuchsstandorten, die u. a. in Zusammenarbeit mit der Gewässerschutzberatung oder Landberatungen etc. angelegt werden, geht die Saaten-Union aktuellen Fragen zum Zwischenfruchtanbau nach und lädt zum Besuch vor Ort ein. Das bundesweite Raster der Praxis-Versuche macht regional zugeschnittene Empfehlungen zum Zwischenfruchtanbau möglich. Themen wie Nährstoffmanagement, Gewässerschutz, Biodiversität und Humusaufbau werden hier untersucht.

Zwischenfrüchte und Zwischenfruchtmischungen für jede Fruchtfolge angepasst
Zwischenfrüchte und Zwischenfruchtmischungen für jede Fruchtfolge angepasst

„Jetzt stehen die Zwischenfrüchte auf dem Feld! Nutzen Sie die Möglichkeit, sich selbst ein Bild von den Beständen zu machen. Unsere regionalen Vertriebsberater vor Ort zeigen gerne die Versuche in Ihrer Nähe und beantworten Ihre betriebsspezifischen Fragen“, lädt Karsten Gros, Spartenleiter für Zwischenfrüchte bei der Saaten-Union, zu dem Besuch dieser Flächen ein.

Zwischenfrucht-Versuchsstandorte
Zwischenfrucht-Versuchsstandorte

Breites Spektrum von Versuchsfragen

Zu den Fragestellungen, die zum Teil auch an verschiedenen Standorten untersucht werden, gehört beispielsweise die Nährstoffeffizienz. Welche Zwischenfruchtmischungen zeigen auch bei eingeschränkter Verfügbarkeit von Nährstoffen eine gute und sichere Entwicklung? Wie lassen sich die Nährstoffe bestmöglich für die Folgekultur speichern und nutzbar machen?

Im Fokus steht ebenso der Gewässerschutz, etwa bei der Frage, welche Mischungen wenig Nmin im Boden hinterlassen. Es geht um das jeweilige Abfrierverhalten und die Unkrautunterdrückung – und damit auch um die Eignung für die nachfolgende Mulchsaat und den glyphosatfreien Ackerbau. Ein weiterer wesentlicher Aspekt ist die jeweils optimale Bodenbearbeitung vor der Saat der Zwischenfrüchte.

„Gleichermaßen wichtig ist uns, auf Basis dieser Versuche fundierte und regional passgenaue Antworten auf die vielfältigen Herausforderungen in unsere Zwischenfrucht-Beratung einzubringen. Hier bieten sich interessante Möglichkeiten, etwa, die Fruchtfolge zu erweitern, aktiv die Gewässer zu schützen oder auch Alternativen zum Einsatz von Glyphosat zu nutzen“, erläutert Karsten Gros.

Humusaufbau und Förderung der Biodiversität

Immer wichtiger werden bei diesen Versuchen zu Zwischenfrüchten und Zwischenfruchtmischungen auch der Humusaufbau und die Wirkungen auf die Biodiversität. Dazu zählt auch die optimale Zusammensetzung von Blühmischungen und deren Einfluss auf ein abwechslungsreiches und dauerhaftes Nahrungsangebot für Insekten.

Auf Basis dieser vielfältigen Fragestellungen und Ergebnisse können die Berater der Saaten-Union regional und betriebsindividuell passende Empfehlungen für die Landwirtinnen und Landwirte ableiten. Um den Standort in der jeweiligen Region zu besuchen, melden Sie sich direkt bei Ihrem Berater vor Ort. Die Kontaktdaten können unter www.saaten-union.de/berater abgerufen werden.

Weitere Informationen zu den Zwischenfrüchten und Zwischenfrucht-Mischungen bei der Saaten-Union finden Sie unter https://www.saaten-union.de/zwischenfrucht