Grenzstandorte: Mehr Effizienz durch Hybridroggen?
Grenzstandorte: Mehr Effizienz durch Hybridroggen?

Hybridroggen ist die ressourceneffizienteste Getreideart und bringt beste Voraussetzungen mit für die kommenden politisch geforderten Änderungen. Aber kann Hybridroggen auf Weizengrenzstandorten mit Weizen mithalten oder gar bessere Ergebnisse bringen? Die HYBRO-Saatzucht hat zu dieser Fragestellung einen Versuch durchgeführt.

Schnell gelesen (Kurzfassung):

Grenzstandorte: Mehr Effizienz durch Hybridroggen?

Hybridroggen generiert von allen Getreidearten die höchsten Erträge bei geringem Ressourceneinsatz, Wasser eingeschlossen. Ein weiteres Argument für den Hybridroggen besteht in der wirtschaftlichen und umweltschonenden Tierfütterung: In der Schweinemast eignet er sich hervorragend für die N/P-reduzierte Fütterung. Des Weiteren fallen die Gehalte an N und P in der Gülle und der Gesamtgülleanfall geringer aus als bei einer weizenbasierten Fütterung. Alles „Rüstzeug“ für die gegenwärtigen und kommenden politischen Rahmenbedingungen wie die „Roten Gebiete“ und die Ackerbaustrategie 2035.

Die Praxis braucht solche trockentoleranten und N-effizienten Fruchtarten!

Ein neuer Exaktversuch am Züchtungsstandort der HYBRO Saatzucht GmbH in Wulfsode (Aussaat 2019) soll die soll Klarheit bringen: Lohnt Hybridroggenanbau auf Grenzstandorten?

Die bisher einjährigen Ergebnisse dieses Versuches unterstützen Beobachtungen aus der Praxis: Auf Grenzstandorten ist Hybridroggen im Vergleich zu Winterweizen die deutlich effizientere Kultur im Umgang mit Wasser und Stickstoff. Der Ertragsvorsprung kann schon bis zu 20 dt/ha betragen. Die besseren Vermarktungsmöglichkeiten des Weizens können unter Umständen trotzdem den Anbau von Winterweizen auf leichten Standorten rechtfertigen. Trotzdem zeigt auch dieser Versuch deutlich: Mit Blick auf die neuen Herausforderungen des Ackerbaues ist Hybridroggen die klar geeignetere Kulturart, denn Roggen ist das „Effizienzgetreide“.