KW 14: Wann, welche Maßnahmen im Wintergetreide fahren?
KW 14: Wann, welche Maßnahmen im Wintergetreide fahren?

Wie hat sich das Wintergetreide entwickelt? Ab wann kann gedüngt werden? Wann sollten Wachstumsreglermaßnahmen durchgeführt werden? Daniel Husmann, Produktmanager Hybridgetreide, hat sich die Bestände genauer angesehen und gibt Tipps für die nächsten Wochen im Wintergetreide.

Die erste N-Düngergabe ist in der Regel landesweit gefallen. In der Regel gab es genügend Tage an denen gute Applikationsbedingungen geherrscht haben. Der applizierte Dünger konnte schnell in die Bodenlösung übergehen, da die Flächen doch noch ausreichend Feuchtigkeit aufwiesen bzw. der Tau zur Lösung des Düngers beigetragen hat.

Abb.1: SU Performer nach Silomais; Aussaat 07.10.20
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Abb.1: SU PERFORMER nach Silomais; Aussaat 07.10.20

Der aktuelle Entwicklungsstand des Winterroggens liegt zwischen EC 25 (Spätsaat) und EC 30 (Frühsaat; Abb.1). Ähnlich entwickelt ist Winterweizen sowie Dinkel. Die Wintergerste hat sich während der warmen Tage in der KW13 teilweise schon sehr gestreckt, so dass der erste Knoten hier und da bereits zu fühlen ist.

Anschlussdüngung

Für alle Kulturen sollte demnächst die Anschlussdüngung geplant werden. Einige Betriebe haben in der Wintergerste und im Winterroggen die 1. und 2. N-Gabe zusammengefasst. Hier kann durchaus, bis EC 37/39 mit der Abschlussgabe gewartet werden. Auch im Winterweizen ist solch eine Praxis gut mit stabilisierten N-Düngern bzw. Wirtschaftsdüngern möglich. Soll jedoch die A-Qualität bzw. E-Qualität abgesichert werden, sollte die klassische Aufteilung in 3 bis 4 N-Gaben favorisiert werden. Zudem ist es vorteilhaft in der Abschlussgabe noch etwas Schwefel zur besseren Proteinsynthese auszubringen. Hier bieten sich z.B. ASS oder SSA an.

Wachstumsregler

Nach der Kälteperiode, die uns zurzeit etwas ausbremst, was vielleicht auch etwas Gutes ist, denn die Bestände können sich langsam und kontinuierlich entwickeln, sollte gerade in frühen Beständen die erste Wachstumsreglermaßnahme durchgeführt werden. Gerade im Hybridweizen ist eine frühe Behandlung wichtig, um genügend Triebe gleichmäßig ausbilden zu lassen (Abb. 2). Auch im Winterroggen ist eine frühe Maßnahme zur Ausbildung von gleichmäßigen Beständen wichtig. Häufig sind die Nebentriebe schwächer entwickelt und kommen erst mit deutlichem Versatz zum Haupttrieb in die Blüte. Dies kann dazu führen, dass nicht mehr genügend Pollen für die Bestäubung der Nebentriebe vorhanden ist und damit ein erhöhtes Mutterkornrisiko besteht.

Abb.2: SU Hymalaya 140 Kö/m² versus RGT Reform 320 Kö/m²
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Abb.2: SU HYMALAYA 140 Kö/m² versus RGT Reform 320 Kö/m²

Neu: Biostimulanz

Damit Ihr Hybridgetreide in Zukunft besser gegenüber dem Klimawandel und den Düngerestriktionen aufgestellt ist, bietet die SAATEN-UNION ab diesem Jahr eine Biostimulanz an, die zusätzlich zur chemischen Beize auf das Saatgut appliziert werden kann. Das Produkt GrainForce wird exklusiv über die SAATEN-UNION angeboten und entstammt dem Unternehmen SeedForward.

Abb.3: SU Performer mit GrainForce; Wurzelausbildung
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Abb.3: SU PERFORMER mit GrainForce; Wurzelausbildung

Das Produkt beinhaltet neben Mikronährstoffen vier Stämme von Bakterien, die die N/P-Freisetzung aus dem Bodenpool erhöhen, zu einer besseren abiotischen und biotischen Stresstoleranz führen sowie das Wurzelwachstum positiv beeinflussen (Abb.3).

Fragen zum Artikel oder zum Getreideanbau grundsätzlich?
Daniel Husmann ist per Mail für Sie erreichbar.


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