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Anbau und Wirtschaftlichkeit von Ackerbohnen und Erbsen

Mit einer Erweiterung der Fruchtfolgen durch Sommerungen wie Ackerbohnen und Futtererbsen lassen sich pflanzenbauliche Probleme der getreidelastigen Fruchtfolgen wirkungsvoll reduzieren. Und diese stabileren Fruchtfolgen können Extremwetterereignissen und der zunehmenden Resistenzentwicklung besser entgegenwirken.

Schnell gelesen (Kurzfassung):

Wie kann ein erfolgreicher Anbau gelingen?

  • Anbaupausen einhalten: Ackerbohnen (Vicia faba) 4–5 Jahre; Futtererbsen 5–8 Jahren
  • Der Standort muss passen: Ackerbohnen bevorzugen schwere Böden mit einer guten und sicheren Wasserversorgung. Erbsen können jedoch ihr Leistungspotenzial auch auf leichten, flachgründigen Böden ausschöpfen, wenn die Wasserversorgung ausreichend ist. Beide Kulturen benötigen eine gute Keimwasserversorgung und ausreichende Niederschläge zur Blüte und zum Hülsenansatz.
  • Bodenverdichtungen vermeiden: nur bei trockenen Bedingungen pflügen
  • Mulchsaatverfahren hinterlassen im Frühjahr einen tragfähigeren Boden, sodass eine zeitige Bestellung möglich ist.
  • Die Regel „Saatbett geht vor Saatzeit“ gilt für Bohnen und Erbsen.
  • Sofern es die Befahrbarkeit zulässt, können Ackerbohnen bereits ab Mitte/Ende Februar mit einer Saatstärke von 40–50 Kö/m² gedrillt werden. Die Erbsenaussaat kann ab Mitte März mit 70–80 Kö/m²erfolgen, wenn keine Spätfröste mehr zu erwarten sind.
  • Sorten mit guter Standfestigkeit wählen. Wer die Leguminosen innerbetrieblich verwerten will, sollte darüber hinaus auf den Rohproteingehalt achten.
  • Leguminosen sind wenig konkurrenzstark gegenüber Unkräutern und Ungräsern. Der Erfolg der Maßnahmen gegen Unkräuter im Vorauflauf ist sehr wichtig.

Dauerhafte Chancen haben Ackerbohnen oder Erbsen somit nur, wenn unterm Strich die Wirtschaftlichkeit stimmt. Eine kulturartspezifische Deckungsbeitragsrechnung wird den Wechselbeziehungen in einem Anbausystem mit Leguminosen, insbesondere durch die verbesserte Voraussetzung für eine Verringerung der Bodenbearbeitungsintensität, nicht gerecht. Bei der Berechnung der Wirtschaftlichkeit ist es wichtig, auch die vielen pflanzenbaulichen Vorteile der Leguminose und ihren Vorfruchtwert zu berücksichtigen (direkt- und arbeitserledigungskostenfreie Leistung).

Wenn diese zusammenhängenden Faktoren berücksichtigt werden, können die Leguminosen durchaus in vielen Betrieben mit Getreide konkurrieren. Leguminosen können bei gut ausgehandelten Erzeugerpreisen sogar bei geringeren Erträgen mit dem Winterweizen mithalten. Zusätzliche Attraktivität können Erbsen und Bohnen bei Einbindung in das Greening oder in Agrarumweltmaßnahmen erhalten.

 



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