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Maissilage: Was tun mit trockengeschädigtem Silomais?

Besonders im Norden, Westen und Osten Deutschlands wies der Mais vielerorts Trockenschäden auf. Diese Bestände verhalten sich als Silage jedoch anders als normaler Mais. Daniel Ott, Produktmanager Mais, gibt Tipps für das Silagemanagement.

Schnell gelesen (Kurzfassung):

Kolbenloser Mais ist in diesem Jahr leider keine Seltenheit, ebenso wie ein unvollständiger Kornansatz oder eine Reduktion in der Kornausbildung. Wie siliert man dieses Substrat richtig ein?

Erste Ergebnisse aus Versuchen, aber auch von Praxisschlägen zeigen tendenziell zu hohe TS-Gehalte von 38 % bis hin zu über 45 % TS bei deutlich geringeren Erträgen.

Silagen, diebei sehr hohen Temperaturen geerntet werden, weisen in der Regel ein anderes Gärsäuremuster auf. Deshalb ist der Einsatz von Siliermitteln in einer „individuellen“ Dosierung (nach Analyse) vorzunehmen. Eine korrekte Abdeckung und Verdichtung sind hier noch entscheidender für die Qualität als bei „normalen“ Silagen.


Substrate aus trockengeschädigtem bzw. kolbenlosem Mais sind bzgl. des Futterwertes besonders zu bewerten. Bei den vorliegenden Untersuchung viel besonders ist die Abweichung des TS-Gehaltes vom Optimum in beide Richtungen auf. Diese Schwankungen stellen hohe Anforderungen an das Silagemanagement. Der Stärkegehalt beim kolbenlosen Mais ist in der Silage auf niedrigem Niveau, ein hoher Zuckergehalt jedoch birgt das Risiko der Nacherwärmung. Niedrigere Kolbenanteile führen zudem zu geringeren Energiedichten, also einer Verminderung der Futterqualität. Anteilsmäßig deutlich stärker vertreten sind die strukturgebenden Rohfasergehalte.

Empfehlungen Silagemanagement 2018

  • Warm einsiliertes Substrat sollte mindestens 8, besser noch 10 Wochen durchsilieren.
  • Mittels pH-Indikatorpapier kann die Gärdauer des Silos überprüft werden.
  • Abdeckung des Silos (Folienverletzungen sollten sofort verklebt werden) und die Lage des Beschwerungsmaterials kontrollieren
  • Der Anschnitt muss glatt sein, möglichst nicht in Wind- oder Wetterrichtung.
  • Der Vorschub bei der Entnahme trockengeschädigter Silage sollte 1,5 m im Winter und 2,5 m im Sommer pro Woche mindestens betragen.
  • Wärmebildkameras oder Temperaturmessungen im Silostock geben Aufschluss über Nacherwärmungen.
  • Silageanalysen durchführen, um die Futterration bzgl. der Inhaltsstoffe und des Energiegehaltes besser zusammenstellen zu können; dabei auch unerwünschte Inhaltsstoffe ermitteln und Höchstgrenzen beachten!
  • Geringere Energiegehalte sind ggf. durch einen höheren Kraftfuttereinsatz auszugleichen.
  • Beachten Sie bei der Futtermittelanalyse auch die Fehlgärungen und unerwünschte aerobe Prozesse: Geruch, Farbe und Konsistenz der Silage an der Entnahmefläche beachten!

 



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