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Weizensorten im Stresstest

In den Wertprüfungen und Landessortenversuchen werden die Leistungen der Sorten meist unter normalen und eher optimalen Bedingungen geprüft. Gerade bei neuen Sorten fehlt es deshalb an Informationen über deren Eignung für unterschiedlichen Anbauverfahren hinsichtlich Bodenbearbeitung, Vorfrucht oder Saatzeit.

Schnell gelesen (Kurzfassung):

In einer zur Herbstaussaat 2007 gestarteten Versuchsserie, die praxisnahe Antworten speziell zu diesen Fragen liefern sollte, unterscheiden sich die sogenannte „Stressvariante“, die „Optimalvariante“ und die „Spätsaatvariante“ nach Saatzeit, Vorfrucht und Bodenbearbeitung.

Bei der sehr detaillierten Versuchsauswertung kristallisieren sich verschiedenen Sortentypen heraus:

Weizensorten für optimale Bestellbedingungen: Typische Sortenvertreter dieses Segments sind Korndichtetypen, die ihr sehr hohes Ertragspotenzial am besten bei optimaler Bestandesetablierung und ungestörter, nicht zu schneller Abreife ausschöpfen (zum Beispiel die A-Weizen ACHIM, RGT Reform und Tuareg, der B-Weizen TOBAK und der C-Weizen Anapolis)

Weizensorten für Selbstfolgen und frühe Mulchsaaten: Hybridsorten sind dank ihrer höheren physiologischen Aktivität (Heterosis) besonders stresstolerant und zudem auch im Hinblick auf die Saatgutkosten für die frühen Saattermine prädestiniert; Liniensorten z.B. NORDKAP, Manitou, ELIXER
Weizensorten für die Spätsaat: frühe bis mittelfrühe Sorten mit einer besonders guten Anpassung an eine verkürzte Vegetationszeit (z.B. CHIRON, Lemmy).

Weizensorten für die Spätsaat: frühe bis mittelfrühe Sorten mit einer besonders guten Anpassung an eine verkürzte Vegetationszeit (z.B. CHIRON, Lemmy).

Werden die Sortenunterschiede bei der Positionierung der Sorten und der Produktionstechnik berücksichtigt, sind höhere und stabilere Weizenerträge zu erreichen. Die Ergebnisse belegen jedoch auch, dass die Ertragsunterschiede der Sorten oft größer sind als deren Differenzen in den Anbauvarianten.

Die Sortenwahl sollte deshalb in erster Linie auf die Leistungen der Sorten in den regionalen Prüfungen abzielen, dann erst auf deren optimale Platzierung in der Fruchtfolge.

 



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