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Mit Roggen nährstoffreduziert füttern

Die Schweinefleischerzeugung ist mehr denn je geprägt von gesellschaftlichen Forderungen nach mehr Tierwohl, weniger Emissionen und Nährstoffeinträgen in die Umwelt. Für mehr gesellschaftliche Akzeptanz sind also Veränderungen –auch in der Fütterung – notwendig, natürlich ohne Einschränkung der Wirtschaftlichkeit. „Füttert mehr Roggen“ fordert Dr. Wilke Griep.

Schnell gelesen (Kurzfassung):

Zurzeit finden wir in Verdichtungsregionen der Tierhaltung die Situation, dass Nährstoffe mit Futtermitteln importiert und Nährstoffe in der Gülle exportiert werden müssen. Es entfernen sich diese Bereiche von einem idealen Gleichgewichtszustand eines ausgeglichenen Nährstoffsaldos.

Wettbewerbsfähige und ressourcenschonende Verfahren der Schweinefütterung in Verbindung mit tiergerechten Haltungsverfahren und „precision pig farming“ bieten große Chancen, in der Fleischerzeugung spürbar nachhaltiger zu werden und der Klimaerwärmung entgegen zu wirken.

Roggen ist aufgrund des niedrigen Gehaltes an Rohprotein (XP) von 8,3 % (Lufa OL, Mittel 2017) und des vergleichsweise hohen Gehaltes an pcv-Lysin im Rohprotein von 3,0 % dafür prädestiniert, in einer sehr stark Rohprotein reduzierten Endmastfütterung oder Fütterung von tragenden Sauen verwendet zu werden. Gegenüber Weizen, Triticale und Gerste bringt Roggen die geringste Menge N je Kilogramm lufttrockenes Futter mit.

Nur in einer Mischfutteroptimierung mit einem geeigneten Optimierungswerkzeug (Programm) und kompetenter Fachberatung können Mischungen ermittelt werden, die zugleich tier- und leistungsgerecht, kosteneffizient sind und die Ziele des neuen Düngerechts erfüllen. Roggen als Bestandteil einer vielgliedrigen Fruchtfolge kann ein wichtiger Teil einer nachhaltigen Schweinefütterung sein.

 



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