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Lagerungsdichten von Langschnittsilagen in der Praxis

Bereits seit einigen Jahren zieht das Thema der Langschnitt-Häckseltechnik im Maisbereich viel Aufmerksamkeit auf sich. Können in der Praxis diese technischen Innovationen die altbekannten Zielkonflikte zwischen Futterstruktur, Kornaufschluss und Verdichtung auflösen? Karsten Bommelmann, AG FUKO, berichtet.

Schnell gelesen (Kurzfassung):

Die Strategie, mit länger gehäckseltem Mais den Strukturgehalt der Ration zu erhöhen, erfreut sich wachsender Beliebtheit. Die Technik der Shredlage verspricht, dass bis in Bereiche von über 30 mm theoretischer Häcksellänge eine verbesserte Aufbereitung des Pflanzenmaterials und zugleich einen höheren Kornaufschluss gewährleistet wird.

Führen erhöhte Schnittlängen auf Praxisbetrieben zu Problemen, z.B. bei der Verdichtung und damit Qualität der Silagen? Im Frühjahr 2017 sind die Arbeitsgemeinschaft Futtersaaten, Futterbau und Futterkonservierung e.V. (AG FUKO), die Landwirtschaftskammer Niedersachsen und die Humboldt-Universität zu Berlin dieser Frage im Rahmen einer gemeinsamen Praxiserhebung nachgegangen.

Hier die Ergebnisse und Beobachtungen in aller Kürze:

  • Bei Lagerungsdichten und aerober Stabilität der Silagen konnten keine signifikanten Unterschiede beobachtet werden, obwohl Unterschiede im TS-Gehalt vorlagen.
  • Ein statistischer Zusammenhang zwischen der Lagerungsdichte und der aeroben Stabilität lag in den Silagen dieser Praxiserhebung faktisch nicht vor.
  • Aus bisherigen Versuchen zur Verdichtbarkeit von Langschnittsilagen (z. B. Dr. Christian Maack/Riswicker Versuche 2015/16) ging unumstritten hervor, dass länger gehäckseltes Material bei gleicher Verdichtungsarbeit zu einer geringeren Dichtlagerung führt. Der Blick in die Praxis zeigt, dass dieser Umstand nicht zwangsläufig bedeuten muss, dass lang gehäckseltes Material, z. B. bei einer Anpassung der Walzkapazitäten, nicht ausreichend verdichtet werden könnte!
  • Mit keiner Variante waren signifikant größere Probleme verbunden als mit der anderen. Offenbar hatten sich jene Betriebe der Praxiserhebung, bei denen Langschnitttechnik zum Einsatz kam, gut auf die schlechtere Verdichtbarkeit des Siliermaterials eingestellt und entsprechende Lösungen gefunden.

 



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