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KW 25: Ertragsaufbau im Mais

Wie wirkt sich die aktuelle Witterung auf den Ertragsaufbau im Mais aus? Wann muss ich reagieren? Daniel Ott, Produktmanager Mais, hat in die Bestände geschaut und gibt hilfreiche Praxistipps.

Aktuell befindet sich der Mais im Makrostadium der Blattentwicklung. Die meisten der in Deutschland angebauten Maissorten bilden zwischen 10 und 18 Blätter aus. Begünstigt durch die sommerlichen Temperaturen und den deutschlandweit ergiebigen Niederschlägen der letzten Tage, herrschen sehr wüchsige Bedingungen vor.

Praxistipp: Achten Sie, bedingt durch die Niederschläge der vergangenen Tage, auf eine zweite Unkrautwelle! Ggf. müssen Sie eine zusätzliche Herbizidmaßnahme einplanen.

Im Mittel bildet die Maispflanze dann etwa alle 4 bis 5 Tage ein neues Blatt aus, bis sie, etwa ab dem 3-Blattstadium, bei der Zufuhr von Wasser und Nährstoffen, von Keim- auf Ernährung durch die Kronenwurzeln umstellt. In diesem Jahr wurde teilweise ein „Wachstumsstillstand“ beobachtet, obgleich in diesem Stadium bereits erste Ertragsparameter der Kolben festgelegt werden!

Regional und flächenspezifisch zwar oft unterschiedlich, aber i.d.R. befinden sich die Maisbestände zwischen BBCH 16 und 18. Ein sehr spannendes Stadium bzgl. der Festlegung des Kornertragspotenzials!!

Ab BBCH 16 wird zunächst die Anzahl der Kornreihen pro Kolben festgelegt. Diese ist stark genetisch geprägt und weniger durch Umwelteinflüsse beeinflusst. Während viele unserer Sorten 14 bis 18 Reihen haben, hat unsere Sorte SUSANN bspw. 20 bis 22 Reihen.

Unsere Maissorte SUSANN mit 20 bzw. 22 Kornreihen pro Kolben.

Unsere Maissorte SUSANN mit 20 bzw. 22 Kornreihen pro Kolben.

Anschließend wird die Anzahl Körner pro Reihe festgelegt. Im Gegensatz zu den Kornreihen, ist die Anzahl an Körnern pro Reihe sehr viel stärker umweltbedingt. Ungünstige Umweltbedingungen (z.B. Hitze, Trockenstress oder Nährstoffmangel) reduzieren diese, wohingegen gute Wuchsbedingungen zu einer optimalen Einkörnung führen.

Praxistipp: genetisch lassen sich Maissorten in sog. Fixkolben- oder Flexkolbentypen unterscheiden. Ein Instrument im Risikomanagement, um durch die Sortenwahl Einfluss in der Risikostreuung zu nehmen.

Weiterhin wird auch dieses Jahr wieder eine lila Färbung der Maispflanzen beobachtet. Hier ist im Einzelfall zu schauen, was die Ursachen sein können. Eine Pauschalisierung auf P-Mangel wird dem nicht gerecht. Auch ein genetischer Hintergrund kann ursächlich sein.

Lilafärbung im Mais - Phosphormangel?

Lilafärbung im Mais - Phosphormangel?

Praxistipp: Tritt die Lilafärbung ungleichmäßig oder in Nestern sowie über BBCH 18 hinaus auf, so ist Phosphormangel wahrscheinlich. Weitere Ursachen können an einer zu flachen Aussaat, Bodenverdichtungen (auch bei der Aussaat), Schäden durch Herbizidmaßnahmen, Dünger oder auch Insekten sein.

Weiterhin wird in der Praxis ein vermehrter Drahtwurmbefall, eine unterschiedliche Jugendentwicklung sowie Pflanzenausfälle durch Schadvögel berichtet:

Drahtwurmbefall und Schadvögel im Mais

Drahtwurmbefall und Schadvögel im Mais

Diese Beobachtungen werden wir in den nächsten Berichten „aus der Praxis“ näher beschreiben und Hinweise für die kommende Maisaussaat geben.

Bis dahin verbleibe ich mit besten Wünschen für eine erfolgreiche Maisvegetation und bleiben Sie gesund, Ihr Daniel Ott, Produktmanager Mais



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