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Biolandbau: Umdenken > probieren > machen!

Die Phase der Umstellung auf ökologischen Landbau ist ökonomisch schwierig: Geringere Erträge und Preise im Vergleich zu vollständig anerkannten Betrieben, sowie Investitionen in Technik und Know-how erfordern in den ersten zwei Jahren einen langen Atem. Umsteller Christoph Heimann sprach mit praxisnah über ein kreatives und stressiges Jahr, ein Jahr mit vielen Erkenntnissen, wenigen Enttäuschungen und auch mit Lehrgeld.

Schnell gelesen (Kurzfassung):

Das Geld soll nach der Umstellung im Stall mit Sauen und Ferkelaufzucht verdient werden. Die Produktion des Futters wollten die Brüder Heimann transparent halten, denn der Betrieb liegt in Recklinghausen und damit im Ballungsraum Ruhrgebiet und viele Großstädter nutzen die ländlichen Region als Naherholungsgebiet.

Der Betrieb Heimann hat neben den Schweinen noch eine 270 kW Biogasanlage. Kleegras und Zweitfrüchte wie Hafer gehen in die Anlage und werden nach energetischer Nutzung wertvoller Dünger. Weiterhin finden sich Mais, Winterweizen als Reinsaat und auch als Gemenge, Wintergerste und Triticale in der Fruchtfolge.

Wertvolle N-Binder wie Futtererbsen und Ackerbohnen, testweise auch Soja, stehen nicht in Reinsaat, sondern ausschließlich in Gemenge mit Wintergetreide oder Hafer.

Der Betriebsleiter erläutert dem praxisnah-Team vor Ort, welche Strategien er mit seinen Mischungen aus Hafer und Ackerbohne und Winterweizen und Soja verfolgt, was im ersten Versuchsjahr passierte und was im zweiten Jahr besser gemacht wird.

Bei Gemengen, die zusammen geerntet und nach der Ernte getrennt werden sollen, ist es wichtig, den Reifezeitpunkt der Kulturen aufeinander anzustimmen. Auch die Strohlänge des Getreides muss beachtet werden. Auch bei der Unkrautbekämpfung muss man einen für beide Kulturen akzeptables Vorgehen finden.

Für Christoph Heimann jedenfalls überwiegen die Vorteile der Gemenge gegenüber den Reinanbau.

 



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