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Anbauempfehlungen Hybridweizen

Hinweise zu Aussaatstärken und Vorfruchtwerte von Hybridweizen

Wer sich für Hybridweizen entschieden hat, hat sich Flexibilität auf den Hof geholt. Denn ein erfolgreicher Hybridweizenanbau gelingt bei einer Vielzahl von teils schwierigen Vorfrüchten. Dies ist das Resultat der sehr guten Gesundheit und des Kompensationsvermögens. Winterraps, Leguminosen oder Kartoffeln sind hervorragende Vorfrüchte, stellen aber kaum eine Schwierigkeit dar. HYMALAYA, HYVEGA und Co. sind Sorten für schwierige Situation, wie z.B. als Stoppelweizen oder Maisweizen.
Hier einige Anbautipps für den erfolgreichen Anbau von Hybridweizen. -> Unter dem Artikel auch als Download zum Ausdrucken verfügbar.

Welche Vorfrucht eignet sich bei Hybridweizen?
Eignung
Vorfrucht Winterraps ++
Leguminosen ++
Kartoffeln ++
Weizen +
Gerste +
Roggen +
Silomais bei früher Beerntung +
Körnermais bei früher Beerntung +

Die Aussaatstärke sollte Anfang Sep. – 20.09 bei 100-120 Kö/m², 20.09 Anfang Oktober 120-140 Kö/m² und Anfang Oktober – 15.10 140-160 Kö/m² liegen. Bei noch späteren Terminen muss die Aussaatstärke noch höher liegen, dass ein Hybridweizenanbau nur noch schwierig ökonomisch darstellbar ist.

Anpassung der Aussaatstärke von Hybridweizen an den Aussaattermin
Zeitpunkt Kö/m2 Einheiten/ha
Anfang September bis 20. September 100 -120 2,2 - 2,6
20. September bis Anfang Oktober 120 - 140 2,6 - 3,0
Anfang Oktober bis 15. Oktober 140 - 160 2,6 - 3,5

Die Düngung sollte bei Hybridweizen startbetont erfolgen. Hierbei bitte die Düngebedarfsermittlung berücksichtigen.

N-Düngung
Düngung Klassische Aufteilung Alternative Aufteilung*
Startdüngung
(mit Raps zusammen)
130 kg/ha - Nmin 0-30 **190 kg/ha - Nmin + 20 kg S/ha

Schossgabe
(EC 30/31)

70 kg/ha - Nmin 30-90 -
Ährengabe
(EC 37/39)
30 kg/ha 40 kg/ha + 20 kg S/ha

* Vorteilhafte Aufteilung, Dünger ist im Boden gelöst bevor Frühjahrs- bzw. Frühsommertrockenheit einsetzt - gute Erfahrungen aus Praxis
** Vorraussetzung Einsatz von stabilisierten N-Düngern


Damit Hybridweizen sein genetisches Potenzial ausspielen kann, ist ein zeitiger Einsatz von Wachstumsreglern zur Brechung der Appikaldominanz notwendig. Der Fungizideinsatz kann in der Regel – essentiell Bestandeskontrolle – auf ein Minimum reduziert werden.

Wachstumsreglereinsatz
Pflicht Nachlage nach Bedarf Fungizidmaßnahmen
EC 25-29
z.B. 0,8-1 l CCC/ha
(Brechung der Apikaldominanz)

EC 31/32:
z.B. 0,4 l CCC/ha + 0,1-0,2 l Moddus/ha
Alternativ: 1 l Prodax/ha

In Trockenlagen kann die frühe Maßnahme ausreichen

Bestandeskontrolle wichtig!

Je nach Befallsgeschehen:
in der Regel reicht eine einmalige Behandlung in EC 39/49 aus

Hinweis:
Auf eine gute Protektivleistung des Fungizids achten z.B. Caboxamid Wirkstoff!

Stand: 28.11.2019


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