Futterweizen und Keksweizen

Ertrag, Ertrag, Ertrag: Das ist die vorrangige Eigenschaft, die C-Weizen, der meist als Futterweizen eingesetzt wird, mitbringen sollte. Plus Ährengesundheit, natürlich, denn der Weizen soll in die klassische Fruchtfolge der tierhaltenden Betriebe passen.. 

Aber es gibt Ausnahmen: Die Keksweizen, die ebenfalls in dieser Kategorie zu finden sind. 

Keksweizen (Ck) muss andere Qualitätsparameter mitbringen als Back- oder Qualitätsweizen. Denn man benötigt die Mehle für die Herstellung von Mürbegebäck wie z.B. Kekse oder auch Waffeln.

Eigenschaften von Keksweizen:
  1. Niedriger Proteingehalt: In der Regel liegt dieser unter 11,5 % - weniger Protein bedeutet weniger Klebereiweiß (Gluten), und damit weniger elastische Teige, wie man sie für Mürbegebäck benötigt.
  2. Geringe Kleberqualität (schwach): Der Kleber (Gluten) ist schwach und wenig elastisch.
  3. Feine Struktur (Weichweizen): Oft wird Weichweizen verwendet, der sich zu einem sehr feinen, pudrigen Mehl vermahlen lässt.
  4. Niedrige Wasseraufnahme: Das Mehl nimmt weniger Wasser auf, was zu einer besseren Textur bei Keksen führt.
  5. Gute Rieselfähigkeit: Das Mehl ist oft griffig bis glatt, um geschmeidige Teige zu bilden.
  6. Hohe Stärke/wenig Stärkebeschädigung: Niedrige Stärkebeschädigung während des Mahlens sorgt dafür, dass das Mehl weniger Wasser bindet.