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Biologische Nematodenbekämpfung

Resistenter Ölrettich und Gelbsenf aktivieren den Larvenschlupf und die Einwanderung in die Wurzeln.

Im Gegensatz zu Wirtspflanzen ist jedoch in resistenten Pflanzen die Bildung des Nährzellensystems eingeschränkt.

Der Nematode kann sich nicht ausreichend ernähren und ein Großteil stirbt frühzeitig ab. Da die Weibchen während ihrer Entwicklung etwa 40 Mal mehr Nahrung als die Männchen benötigen, verschiebt sich das Geschlechterverhältnis in resistenten Pflanzen auf 100 (bis 1000) Männchen zu 1 Weibchen. Die fehlenden Weibchen führen zu einem Populationsrückgang.

Entscheidend für einen möglichst hohen Bekämpfungserfolg sind folgende Kriterien:

  1. Eine rechtzeitige Aussaat der resistenten Zwischenfrüchte ermöglicht die Ausnutzung der warmen Bodenbedingungen, welche die Schlupfbereitschaft der Zystennematoden fördern.
  2. Eine sorgfältige Bodenbearbeitung, die es den resistenten Zwischenfrüchten ermöglicht, möglichst schnell möglichst viel Bodenvolumen zu durchwurzeln. Die Larven haben nur einen beschränkten Bewegungsradius, sodass die Pflanzenwurzel möglichst nah an die Zyste wachsen muss, damit der Schlupfreiz die Nematodenlarven erreicht.
  3. Eine ausreichende Pflanzendichte von mindestens 160 resistenten Ölrettich- oder Gelbsenfpflanzen je Quadratmeter. Zwischenfruchtmischungen, die diese Pflanzendichte nicht aufweisen, können eine Reduzierung der Nematoden nicht garantieren.

Resistente Zwischenfrüchte werden nach ihrer Reproduktionsrate (Population final Endpopulation / Population initial Anfangspopulation) in Resistenzklassen eingestuft. Dabei steht die Resistenzklasse 1 für eine Reduzierung von mehr als 90 % (Reproduktionsrate <0,1).

Pflanzen, die dem Nematoden als Wirtspflanze dienen können, vermehren in dem gleichen Zeitraum die Nematoden rund 4-fach. Unter Pflanzen, die nicht zu den Wirtspflanzen gehören Neutralpflanzen, z.B. Phacelia), baut sich die Nematodenpopulation jährlich um 30 Prozent ab.

Die Zysten der Rübennematoden sind mehr als 10 Jahren im Boden überlebensfähig.

Auch nach über 30-jährigem Einsatz von resistenten Zwischenfrüchten im praktischen Anbau haben sich selbst in Stresssituationen keine resistenzbrechenden Nematoden gebildet.



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