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Maiszünslerbekämpfung: Die Zukunft den Drohnen? Teil 2

Die Kornmann Pflanzenbauservice GbR in Löpsingen hat sich auf Dienstleistungen im Bereich des Pflanzenbaus spezialisiert mit dem Schwerpunkt Pflanzenschutz und Düngung. Geschäftsführer Andreas Kornmann erläutert die Eckpunkte für eine erfolgreiche, chemische Maiszünsler-Bekämpfung.

II Die chemische Bekämpfung

Zur chemischen Bekämpfung wird in der Regel ein Hochradschlepper oder eine Selbstfahrspritze mit entsprechender Bodenfreiheit benötigt. Erfahrungsgemäß reichen 1,2 m Bodenfreiheit aus, um verlustfrei durch einen 2,5 m hohen Maisbestand fahren zu können.


Amazone Pantera, 4000 l, 30 m, 1,2 m Bodenfreiheit
Amazone Pantera, 4000 l, 30 m, 1,2 m Bodenfreiheit
Mittelwahl

Zur Auswahl stehen Coragen® 200 g/l Rynaxypy® der Wirkstoffgruppe der Anthranildiamide und Steward® etc. der Wirkstoffgruppe der Pyrethroide. Coragen hat die bessere Dauerwirkung und somit auch die sicherere Wirkung, was auch etliche Versuche und Praxiserfahrungen widerspiegeln. Zudem ist Coragen® nützlingsschonender als die Pyrethroide und als B4 bienenungefährlich eingestuft. Coragen® wird mit 125 ml/ha eingesetzt und wirkt direkt auf die Eigelege, aber auch bei Kontakt und Fraß der Larven. Um die Wirkungssicherheit zu gewährleisten, ist eine tiefe Bestandsdurchdringung und gute Benetzung notwendig. Es liegen sehr gute Erfahrungen mit ID 120–05-Düsen, 400 l Wasser und einem hohen Druck (7–8 bar) vor.


Der richtige Zeitpunkt ist elementar wichtig

Es ist elementar wichtig, den richtigen Zeitpunkt innerhalb der Entwicklung des Maiszünslers abzupassen. Der ideale Behandlungszeitpunkt ist kurz vor dem Schlupf der ersten Larven, dieser ist erfahrungsgemäß meist bei dem Flughöhepunkt der Falter erreicht. Das Monitoring mit Hilfe von Pheromon- und Lichtfallen wird von den Länderdienststellen durchgeführt. Im Internet sind die regionalen Flugaktivitäten und Behandlungsaufrufe jederzeit auf deren Website abrufbar. Aber es gibt noch weitere Anbieter wie z. B. Dupont (Zuenslerprogno.de) oder Progno®Online (Proplantexpert.com), die tagesaktuell Informationen zur Verfügung stellen.

Bei dem Durchfahren des Maisbestandes ist immer die Gefahr von Pflanzenverlusten gegeben. Maispflanzen sind in den Abendstunden sonniger Tage besonders elastisch – wer dies nutzt, minimiert Durchfahrtverluste.


Die Wirkung ist sicherer

Bei optimalem Behandlungstermin kann bei der chemischen Behandlung erfahrungsgemäß mit Wirkungsgraden bis zu 90 % gerechnet werden. Das ist deutlich mehr als bei der biologischen Bekämpfung und die Schwankungsbreite ist auch bei ungünstigeren Bedingungen nicht so groß.

Behandelt man zu früh, um etwa die Durchfahrtschäden zu minimieren, riskiert man, dass die Dauerwirkung nicht mehr ausreicht, um die letzten Eigelege und Larven noch ausreichend zu erfassen. In einigen (wenigen) Regionen kommt die bivoltine Rasse vor, die zwei Generationen pro Jahr ausbildet. Hier gibt es zwei Strategien: Entweder erfolgt ein zweiter Behandlungstermin mit einem Insektizid einer anderen Wirkstoffgruppe oder es wird zunächst biologisch mit Trichogramma bekämpft und erst beim zweiten Termin verwendet man chemische Mittel.

Üblicherweise – also bei den verbreiteten Zünslerrassen – reicht eine einmalige chemische Behandlung aus.


Rechnet sich der Pflanzenschutz?

Die Kosten belaufen sich je nach Schlaggröße auf 55–65 €/ha für das Präparat und die Dienstleistung. Im Durchschnitt rechnet man mit einem behandlungsinduzierten Mehrertrag (bzw. Nicht-Minderertrag) von 5–15 %.

Besonders Betriebe, die einen großen Wert auf sehr niedrige DON-Werte legen, sollten einen chemischen Pflanzenschutz in Betracht ziehen, da sehr sicher DON-Gehalte wie auch Beulenbrand deutlich reduziert werden.

Andreas Kornmann



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