Sorten-icon Sortenfinder

Sorten anzeigen
Ihr Vertriebsberater

Winterroggen



Hybridroggen: auf leichten Böden Alternative zu Stoppelweizen

Roggen wird auf sandigen diluvialen Böden Mecklenburg-Vorpommerns auf einer deutlich größeren Fläche angebaut als Weizen. Andrea Ziesemer (Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei MV) untersucht die Frage, ob in dieser Anbauregion mit wenigen Anbaualternativen Stoppelweizen oder Hybridroggen die ökonomisch bessere Entscheidung ist.

Schnell gelesen (Kurzfassung):

In Praxisfruchtfolgen muss sich der Roggen jedoch nicht mit Blattweizen, sondern mit Stoppelweizen vergleichen.

Die Auswertung zahlreicher Referenzbetriebe zeigte:

Steht Hybridroggen nach Vorfrucht Winterweizen, liegen die Direktkosten im Roggenanbau, insbesondere der Aufwand von Stickstoff und Pflanzenschutzmitteln, mit 123 €/ha deutlich unter denen des Stoppelweizens. Obwohl der Preisabstand von Roggen zu Weizen in den untersuchten Betrieben und Jahren 3,30 €/dt ausmachte, war der Hybridroggen dem Stoppelweizen in der Wirtschaftlichkeit überlegen.

Doch wie seht es mit der N-Bilanz unterschiedlicher Fruchtfolgen aus? Verglichen wurden die für die Region typischen Fruchtfolgen:

  • Winterraps-Winterweizen-Winterweizen(Wintergerste)
  • Winterraps-Winterweizen-Hybridroggen(Wintergerste)

Auch auf den Stickstoffsaldo wirkt sich Hybridroggen im Vergleich zum Stoppelweizen vorteilhaft aus. Ein niedrigerer Stickstoffaufwand sowie höhere Erträge lassen den Saldo deutlich in Richtung 50-kg-Grenze sinken. Da die Novellierung der Düngeverordnung vorsieht, im dreijährigen Mittel einen Saldo von 50 kg/ha N und Jahr einzuhalten, ist es jedoch zwingend notwendig, die Produktionstechnik noch weiter anzupassen. Insbesondere die Stickstoffdüngung zur Gerste muss reduziert werden.

 



Durch die Nutzung unserer Website erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Zur Datenschutzerklärung