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Sommerdurum Sorten
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Unsere Empfehlungen im bundesweiten Durchschnitt



Sommerdurum richtig anbauen

Derzeit liegt der Selbstversorgungsgrad von Durum bei ca. 30 % (2020). Der überwiegende Anteil an verarbeiteter Ware wird jedoch importiert. Mit einem heimischen Anbau von Sommerdurum tragen Sie aktiv zur globalen Reduktion von CO2-Emissionen bei!

Sommerdurum

Sommerdurum

Anbau allgemein
Bedingungen mittlere bis bessere Böden, wenig Unkrautdruck, sommerwarme Witterung, in Rübenregionen möglichst mit Pflugfurche und rückverfestigtem Saatbett
Aussaat Februar bis Anfang April so früh wie möglich
Saatstärke früh 360 – 400 kf. Körner/m² spät 400 – 450 kf. Körner/m²
Saattiefe 2 – 4 cm
Ernte Trockene Witterung! falls nötig, mit 18 % dreschen und trocknen
Fruchtfolge Siehe Vorfrüchte; v.a. von Mais als Vorfrucht ist abzuraten → Risiko Ährenfusarium!

Pflanzenschutz

Informieren Sie sich zeitnah über aktuelle Pflanzenschutzmittel-Zulassungen (www.bvl.bund.de)

Herbizide
alle für Weizen zugelassenen Mittel, sonst: Antrag auf Genehmigung (§ 22 Abs. 2 PflSchG)
Kritische Wirkstoffe: Mittel mit Cloquintocet: eventuelle Schäden ab 10 g Wirkstoff pro ha
Wachstumsregler
max. eine Behandlung, reduzierte Menge z.B. 0,2 - 0,3 l/ha Moddus (EC 31 – 37)
Mechanische Unkrautregulierung
Auf Schlägen mit geringerem Unkrautdruck ist mehrfaches Striegeln im Nach- und Vorauflauf
eine Option (mit leicht erhöhter Saatdichte).
Fungizide
Blatt: wie Weizen
Ähre: wirksames Mittel gegen Fusarien bevorzugen

Düngung
Bedarfswert vergleichbar mit Sommerweizen
Startgabe Das geringe Bestockungspotenzial von Hartweizen macht eine hohe N-Gabe zu EC 13 – 25 sinnvoll.
Schoss-/Spätgabe Folgegaben sind der Bestandesentwicklung und den regionalen Standort- sowie
Witterungsbedingungen anzupassen.

Vorfrüchte
Leguminosen ++
Zucker- / Futterrübe ++
Kartoffeln (spät) ++
Raps ++
Sonnenblume +
Gräser 0
Roggen / Triticale 0
WW / Mais mit Pflug 0/-
Hafer / Gerste / Dinkel -
WW / Mais ohne Pflug - -

Vermarktung
Mitgliedschaft bei Erzeugergemeinschaft und Vertragsanbau mit verarbeitenden Mühlen empfohlen.
Rohproteingehalt > 13,5 % (i. d. TS)
Fallzahl > 220 s
Glasigkeit > 75 %
Gelbpigment > 20,5 (b-Wert)
Dunkelfleckigkeit < 5 % dunkle Körner
DON-Wert (Fusarien) < 1,75 mg/kg (ungereinigt)
< 0,75 mg/kg (gereinigt)
Hektolitergewicht > 78 kg/hl
Kornfeuchte < 14,5 %
Die Angaben sind allgemeine Richtwerte.
Bezüglich konkreter Qualitätsabschläge sind mühlen- bzw. händlerspezifische Vorgaben zu beachten.

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