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Meine Anbauerfahrungen mit der Ackerbohne

Es werden wieder mehr Ackerbohnen in Deutschland angebaut, besonders in den norddeutschen Regionen. Zunächst ließ sich der Anstieg auf die Anerkennung als Greeningpflanzen zurückführen. Und auch nachdem Pflanzenschutzmaßnahmen auf diesen Flächen verboten wurden, erweitern viele Praktiker mit dieser Kultur ihre Fruchtfolgen. Der Versuchstechniker Thies Hansen gibt seine Anbauerfahrungen hier weiter.

Schnell gelesen (Kurzfassung):

Die Aussaat der Ackerbohne sollte generell bereits im zeitigen Frühjahr ab Ende Februar erfolgen. Faustzahl Ablagetiefe: Durchmesser der Körner in Millimetern als Saattiefe in Zentimetern.

Die Ernte sollte erst erfolgen, wenn auch die Stängel vollständig dunkel sind.

Die Geringe Trommeldrehzahl und starker Reinigungswind ermöglichen ein sauberes Erntegut.
Einzelne Kamillen oder Raps stören die Ernte nicht, Nester aus weißem Gänsefuß dagegen neigen zum Wickeln. Notfalls muss man hier per Hand bereinigen, um Störungen zu vermeiden.
Die Ackerbohnen sollten mit 15 – 17 % Feuchte geerntet und möglichst schonend abgebunkert werden, also: keine hohen Fallstufen und Förderschnecken nicht unter Vollgas!
Es empfiehlt sich, eine Tischverlängerung oder gleich den Rapsvorsatz am Schneidwerk auszurüsten, da ansonsten die Schneidwerksverluste zu hoch sind. Ob Seitenmesser oder nicht, muss je nach Bestand entschieden werden. Bei zu starkem Lager muss wie in anderen Kulturen auch eventuell aus einer Fahrtrichtung geerntet werden. Die Fahrgeschwindigkeit ist relativ hoch und die Stoppellänge ist abhängig vom untersten Schotenpaket.

Da für die Ackerbohne bzw. Leguminosen im Greening der Faktor von 0,7 auf 1,0 angehoben, Pflanzenschutzmaßnahmen aber gestrichen wurde, glauben viele Praktiker, der Anbau sei jetzt zwingend unattraktiv. Das muss aber keinesfalls so sein!

Der Vergleich zweier verschiedener Saatverfahren und Unkrautbekämpfungsstrategien zeigt, dass die rein mechanische Unkrautbekämpfung deutliche Vorteile hatte (allerdings die Nerven des Versuchstechnikers stark strapazierte).

Durch die tiefe Saat kann Blindstriegeln die Vorauflaufspritzung kompensieren mit den o. g. Vorteilen. Reihenabstände wie beim Getreide führen zu einem gleichmäßig verteilten Bestand, der mit dem Schossen der Pflanzen rasch für Unkrautunterdrückung sorgt. Breiter Reihenabstand ermöglicht eine Unkrautbekämpfung mit der Hacke. Spitzentechnik mit GPS- und Kameraunterstützung, die auch vorzeigbare Hektarleistungen ermöglicht, ist dafür bereits verfügbar.

 



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