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Getreide



Mehr Vielfalt, weniger Probleme: Das Anbauspektrum geschickt erweitern!

In den letzten 40 bis 50 Jahren hat sich das Anbauspektrum der heimischen Kulturarten aufgrund vielfältiger Ursachen dramatisch verringert. Der Pflanzenschutz wurde zur tragenden Säule der Pflanzenproduktion – mit dramatischen Folgen: Viele Ackerbaubetriebe stehen heute mit dem Rücken zur Wand! Günter Stemann, FH Südwestfalen, zeigt Lösungsansätze.

Schnell gelesen (Kurzfassung):

Mit Pflanzenschutz als tragende Säule der Pflanzenproduktion wurden enge Fruchtfolgen mit hoch wirtschaftlichen Kulturen bis hin zur Mpnokultur möglich. Traten phytosanitäre Probleme auf, lieferte der chemische Pflanzenschutz über Jahre immer auch die Lösung. Heute jedoch ist dieses System ausgereizt - mit dramatischen Folgen: Viele Ackerbaubetriebe stehen heute mit dem Rücken zur Wand!

  • Hohe Besatzdichte von Ungräsern (Ackerfuchsschwanz, Windhalm, Trespe) in getreidelastigen Fruchtfolgen mit weitgehender Resistenzentwicklung
  • Desensibilisierung (Shifting) bzw. Resistenzbildung bei pilzlichen Erregern im Getreide gegenüber wichtigen Wirkstoffgruppen
  • Resistenzentwicklung bei Insekten gegenüber Pyrethroiden (Blattläuse, Rapserdfloh, Rapsglanzkäfer), infolge dessen Zunahme von Viruserkrankungen
  • Schnelle Ausbreitung des Maiszünslers
  • Zunahme von bodenbürtigen Erregern mit teils schwieriger Bekämpfbarkeit (Rhizoctonia, Verticillium, Kohlhernie, usw.)
  • Zunehmend schwierigere Rahmenbedingungen: Düngeverordung, wenig chemische Innovationen, Klimawandel

Um aus dieser Situation herauszukommen, erfordert es eine Umstellung der Fruchtfolge. Dies alleine reicht jedoch nicht aus, diese Umstellung muss von einer Reihe von Maßnahmenpaketen flankiert werden, die der Autor Günter Stemann von der FH Soest beschreibt. Je größer die regionale Brisanz pflanzenbaulicher Probleme ist, desto konsequenter müssen Anpassungsmaßnahmen erfolgen. In seinem Fazit fordert der Autor zudem Geduld, denn der Erfolg wird nicht von einem aufs andere Jahr sichtbar. Und vieles wird nicht kostenneutral umsetzbar sein – abzuwarten und weiterzumachen wie bisher wird aber in jedem Fall teurer.

 



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