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Z-Saatgut

KW 28: Knöllchenbildung in Soja

Was muss beachtet werden, um einen guten Sojabestand zu etablieren? Die Impfung mit Knöllchenbakterien ist hierbei maßgeblich. Auch die Witterung kann die Entwicklung der Bakterien beeinflussen. Olena Sobko, Produktmanagerin für Soja, zeigt, wie das Sojasaatgut optimal vorbereitet wird.

Sojabohne gehören zu Familie Hülsenfrüchte (Leguminosen) und können, wie auch Erbse, Lupine oder Ackerbohnen, durch Symbiose mit Wurzelbakterien (Knöllchen) den Stickstoff aus der Luft fixieren. Auf diesem Weg versorgen sich die Pflanzen selbst mit N2 bis zu 70-80 %. Der restliche Stickstoff wird aus dem Boden geholt. Daher braucht Soja keine Düngung und könnte als ökologische und ökonomische Kultur bezeichnet werden. Leider kommen die Sojarhizobienstämme (Bradyrhizobium japonicum) in unseren Böden nicht vor und müssen manuell hinzufügt werden. Das Ziel ist: die Platzierung von diesen Bakterien möglichst nah am Sojakorn - Impfung. Es sind einige Methoden bekannt: Kontaktimpfung, „Fix-Fertig-Impfung“ und Bodenimpfung. In Deutschland ist die Kontaktimpfung meist verbreitet. Ein torfbasiertes oder flüssiges Inokulum wird auf das Sojasaatgut gleichmäßig und sorgfältig verteilt (Abb.1).

Abb.1 Schonende Sojaimpfung mit flüssigformulierten Mittel

Abb.1 Schonende Sojaimpfung mit flüssigformulierten Mittel

Eine ordentliche Behandlung mit Knöllchenbakterien ist die Voraussetzung für den erfolgreichen und produktiven Sojaanbau. Der Prozess der Knöllchenbildung an der Sojapflanze fängt schon ca. 6-8 Wochen nach der Aussaat an. Allerdings sind die Knöllchen an der Wurzel erst zur Blüte gut sichtbar (Abb.2).

Abb. 2 Sojaknöllchen an der blühenden Pflanze

Abb. 2 Sojaknöllchen an der blühenden Pflanze

Zu diesem Zeitpunkt braucht Soja genügend Nährstoffe, da sie direkt mit der Ertragsbildung startet. Wenn die Knöllchen intakt sind (fixieren aktiv Stickstoff), weisen sie beim Zerdrücken eine rot-purpur Farbe auf (Abb. 3).

Abb. 3 Intakte Sojaknöllchen

Abb. 3 Intakte Sojaknöllchen

Mitte bis Ende August - zu Kornfüllung - dürfen die Knöllchen grün-braun werden, weil die N-Fixierung endet. In einigen Regionen Deutschlands beobachtet man die Sojabestände mit etwas schwächerer Besiedelung von Knöllchen. Dies kann möglicherweise auf die nass-kühlen Witterungsbedingungen im Mai (Vegetative Entwicklung der Sojabohnen, bzw. Bestandetablierung) zurückgeführt werden. Die Kapillaren in oberen Bodenschichten waren teilweise reichlich mit Regenwasser gefüllt. So war kaum Platz für die Luft, die Rhizobien für das eigene Wachstum benötigen. Erschwerend kamen auch die moderaten Temperaturen in der Zeit hinzu, da Soja am besten bei +22°C - +30°C wächst und gedeiht (Abb. 4).

Abb. 4 Gut etablierter Sojabestand

Abb. 4 Gut etablierter Sojabestand

Eine ausführliche Information rund um Sojaimpfung, inkl. Marktübersicht und Videos finden Sie auf der Homepage des Sojaförderrings.

https://www.sojafoerderring.de/anbauratgeber/aussaat/impfung/



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