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KW 8: Umbrechen oder wachsen lassen? - Entwicklung der Zwischenfrüchte

In der KW 8 blicken wir auf den Stand der Zwischenfrüchte in Niedersachsen. Aufgrund der ausreichenden Niederschläge ab Ende September haben sich in der Regel üppige Zwischenfruchtbestände entwickelt. Trotz des bisher sehr milden Winters ist Rauhafer fast überall sicher abgefroren. Für Gelbsenf und Phacelia ist die Lage uneinheitlich: Bestände, die früh bestellt wurden und auf leichten Standorten stehen, sind bereits verholzt. Hingegen auf schweren Standorten oder bei späteren Saatterminen stehen die Pflanzen noch im Saft. Dem Ölrettich konnten der Winter bisher nur wenig anhaben.

Bei grünen Beständen stellt sich nun die Frage nach dem besten Termin für eine Behandlung: Die Zwischenfrucht jetzt zügig umbrechen oder weiterwachsen lassen? Ein grüner, unbehandelter Bestand kann weiterhin seine Arbeit verrichten, d. h. länger Nährstoffe schützen und Unkräuter unterdrücken. Für ein zügiges Umbrechen hingegen spricht, dass nach einer fortgeschrittenen Rotte die Bestellung der Folgefrucht einfacher ist und die gebundenen Nährstoffe tendenziell früher zur Verfügung stehen. Hinzu kommt, dass Niederwildarten wie Hasen und Bodenbrüter bei frühem Umbrechen weniger in ihrer Brut- und Setzzeit gestört werden. In jedem Fall sollte eine mechanische Behandlung nur bei guter Befahrbarkeit der Böden durchgeführt werden.

Wenn flüssige, organische Dünger ausgebracht werden sollen, sind in Niedersachsen seit 2020 neue Regelungen zu beachten. Eine abgefrorene Zwischenfrucht gilt als unbestellter Acker, d. h. eine Breitenverteilung ist noch immer erlaubt, aber es muss in jedem Fall zügig eingearbeitet werden (je nach Kulisse innerhalb von einer oder vier Stunde/n). Eine winterharte Zwischenfrucht hingegen wird als bestellter Acker gewertet werden, sodass im Falle bodennaher Ausbringungen kein direktes Umbrechen nötig ist. Im Sinne der Nährstoffeffizienz ist eine bodennahe Ausbringung der Organik selbstverständlich sinnvoller.

Abb.1
Abb.1: Rauhhafer PRATEX bildet dichte Auflage
Abb.1: Rauhhafer PRATEX bildet dichte Auflage
Der Rauhafer PRATEX bildet eine dichte Auflage aus verrottetem Stroh. Erosionsschutz und Unkrautunterdrückung sind garantiert (aufgenommen am 12.02.2020, südlich von Oldenburg)
Abb.2: winterharter Bestand GPS PROTECTOR
Abb.2: winterharter Bestand GPS PROTECTOR
Abb.2
Ein sicher winterharter Bestand des Grünschnittroggen PROTECTORS (aufgenommen am 12.02.2020, südlich von Oldenburg)
Abb.3
Abb.3: teilw. verholzter Bestand viterra RÜBE
Abb.3: teilw. verholzter Bestand viterra RÜBE
Ein teilweise verholzter Bestand von viterra® RÜBE hat seine Arbeit getan: Rübennematoden reduziert, Stickstoff gebunden und CO2 fixiert. Hier wurden geschätzt 4 Tonnen Trockenmasse in Aufwuchs und Wurzeln gebildet. (aufgenommen am 13.02.2020 nördlich von Uelzen)
Abb.4
Abb. 4: Ölrettich DEFENDER nach Messerwalzenbehandlung
Abb. 4: Ölrettich DEFENDER nach Messerwalzenbehandlung
Mitte Januar wurde ein grüner Bestand des Ölrettichs DEFENDER durch eine Messerwalze effektiv behandelt. Achtung: in Niedersachsen ist die Messerwalze auf ökologischer Vorrangfläche erst nach dem 15.02. erlaubt. (aufgenommen am 12.02.2020, südlich von Oldenburg)
Abb.5
Abb.5: Ölrettich mit Schafen beweiden
Abb.5: Ölrettich mit Schafen beweiden
Die beste Wirksamkeit gegen Feldmäuse: den Ölrettich mit Schafen beweiden. (aufgenommen am 13.02.2020 nördlich von Uelzen)



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