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Stroh wird knapp und wertvoll: in erster Linie als Humusbildner jedoch auch als Energie- und als Rohstofflieferant. In mehreren Projekten nimmt sich die Saaten-Union des Themas an, züchterisch und produktionstechnisch. So können die Getreidesorten zukünftig auch hinsichtlich des GPS- und Strohertrags detailliert beschrieben und entsprechende Anbauverfahren entwickelt werden. Zunächst ist jedoch zu klären, welches Nutzungspotenzial es überhaupt für Stroh gibt und in welchem Umfang es dem Bodenkreislauf entzogen werden kann.
Soll ich mein Stroh abfahren? Wie negativ wird meine Humusbilanz wirklich? Lohnt sich das überhaupt? Wie viel Strohertrag bringen die verschiedenen Sorten? In einer mit diesem Artikel startenden Serie zum Thema soll eine Hilfestellung zur Beantwortung dieser Fragen gegeben werden. Diese Artikel basieren auf wissenschaftlichen Versuchen der SAATEN-UNION.
Während die züchterische Bearbeitung der ertragssichernden Eigenschaften Standfestigkeit und Winterfestigkeit in der Praxis noch allgemeine Zustimmung findet, wird die Weiterentwicklung der Blattgesundheit durchaus kritisch hinterfragt. Wird tatsächlich zu viel Geld und Personalaufwand in diese Sorteneigenschaften auf Kosten des Ertrages investiert? Wie wichtig ist die Gesundheit einer Sorte überhaupt – wie viel darf sie uns wert sein?
Hybridweizensorten der SAATEN-UNION können jetzt günstig im Frühbezug bestellt werden. Mit dem spezielle Hybridweizenbonus können Sie bis zu 5,00 Euro je Einheit sparen. Neben HYBRED werden HYBNOS 1, HYMACK und HYSTAR mit Bonuskonditionen in der Aktion angeboten. Die Frühbezugsaktion geht bis zum 15. Juli.
Die SAATEN-UNION GmbH vertreibt viele Fruchtarten, die im Ökoanbau eine tragende Rolle spielen. Jetzt suchte das Unternehmen den direkten Kontakt zu Sortenberatern der Ökoszene und lud zu einem speziellen Feldtag zur Norddeutschen Pflanzenzucht Hans-Georg Lemke KG ein. Eine weitere Tagung mit süddeutschen Ökoberatern fand auf dem Saaten-Union-Versuchsbetrieb in Moosburg statt.
Ergiebige Niederschläge unterbrechen vielerorts die Mais- und Hackfruchternte, die Aussaattermine verschieben sich nach hinten. Welche Sorten können jetzt noch gedrillt werden und wie ist die Saatstärke anzupassen?
Welche Alternative bietet sich für Stoppelweizen?
In der Ausgabe 2/09 wurde der Versuch „Wintergetreide im Wettbewerb“ für den Heidestandort Wulfsode vorgestellt. In dieser Ausgabe folgen die Ergebnisse des Lößlehm-Standortes Sülbeck. Ist Triticale der Kandidat mit den besten Aussichten oder doch eher Winterweizen?
Konventionell wirtschaftende Betriebe haben normalerweise kein Problem, in dem breiten Sortenangebot der gängigen Kulturarten für nahezu jeden Standort und jede Nutzungsrichtung die passende Sorte zu finden. Etwas schwieriger gestaltet sich die Sortenwahl für Öko-Betriebe. Häufig fehlen standortangepasste Sorten mit geeigneten Qualitätseigenschaften. Insgesamt ist die Standortvariabilität der Sorten im Öko-Anbau kleiner als im konventionellen Landbau.
Die internationale Wirtschafts- und Versorgungslage lässt kurzfristig keine großen Preissprünge bei Agrarprodukten erwarten. Gleichzeitig hat sich die Kostensituation kaum entspannt und die Erträge schwanken wie nie zuvor. Zur Herbstaussaat steht das Fruchtarten- und Sortenportfolio neu auf dem Prüfstand. Gefragt sind gewinnorientierte, dabei jedoch nachhaltig produktive Fruchtfolgen. Sven Böse untersucht die Anbaualternativen.
Da Mais inzwischen in nahezu allen Regionen Deutschlands in bedeutendem Umfang angebaut wird, müssen sich andere Sommerkulturen in erster Linie mit dieser Fruchtart messen. Preise für Körnermais als leicht handelsfähige Ware sind zuverlässiger zu ermitteln als für Silomais. Dr. Herbert Funk, Landwirtschaftskammer Niedersachsen, hat seine Vergleichsrechnung zu den Sommerkulturen deshalb auf Körnermais bezogen.
Früher oder später ist die Finanzkrise ausgestanden. Nach den überfälligen Bereinigungsprozessen wird die Konjunktur wieder anziehen damit auch die Nachfrage nach Rohstoffen. Bis dahin heißt es allerdings: aufpassen, die Gemengelage ist gefährlich! Nie zuvor schwankten bei Marktfrüchten die Erträge und gleichzeitig die Preise so stark wie heute, die Kosten für Betriebsmittel notieren trotz Korrektur immer noch auf Rekordniveau.
In den maritim geprägten Gebieten Schleswig-Holsteins gibt es bei späterer Aussaat auf schweren lehm- und schluffhaltigen Tonböden mit Jahresniederschlägen von 700 bis 1000 mm oft Schwierigkeiten. Die Vorverlegung der Saatzeit wird daher oft aus arbeitswirtschaftlichen Gründen durchgeführt. Welche Konsequenzen eine frühe Saat für Sortenwahl und Produktionstechnik haben sollte, erläutert Dr. Ulfried Obenauf von der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein.
Kontinentaler Winter 2005/2006, der wärmste Herbst und der wärmste Winter seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 2006/2007: Mit dem Klimawandel müssen alle Anbaumaßnahmen auf den Prüfstand, vor allen anderen die Saatzeit! Denn diese bestimmt den Phänotyp und die Physiologie der Pflanzen weitreichender als andere Anbaumaßnahmen.
Auch in ostdeutschen, eher von kontinentalem Klima geprägten Regionen sind Frühsaaten ein viel diskutiertes Thema. Über die Vorteile und Risiken einer frühen Getreideaussaat berichtet Dr. Lothar Boese von der Landesanstalt für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau Sachsen-Anhalt. Zur Saatzeit des Winterweizens haben sich in Ostdeutschland in den zurückliegenden zwei Jahrzehnten die Empfehlungen deutlich geändert. Auf den guten Weizenstandorten der mittleren, eher kontinental geprägten Regionen galt noch Anfang der 90er Jahre die zweite Oktoberhälfte als optimal. Hintergrund war die Tatsache, dass die Erträge der Frühsaaten unter den damaligen Verhältnissen wegen des stärkeren Lager- und Krankheitsdrucks oft abfielen. Auf den leichteren Standorten wurde bis zu zwei Wochen früher gedrillt.
Nach zwei schwachen Ernten waren die Ertragserwartungen in Norddeutschland auch für 2008 alles andere als hoch. Staunässe im Herbst und Frühjahr, extreme Tag-Nacht-Schwankungen im März/April, sechs Wochen Trockenheit zur Ährendifferenzierung – vieles deutete auf eine mittelmäßige bis schlechte Ernte hin. Warum dann doch die Ergebnisse anders kamen, analysiert die Ertragsphysiologin Dr. Ute Kropf, Fachhochschule Kiel.