Der Futterwert von Körnerleguminosen ist höher als der Erzeugerpreis, der beim Verkauf von Ackerbohnen, Futtererbsen oder Blauen Süßlupinen erzielt wird. Ihre innerbetriebliche Verwertung bietet sich daher an.
Verschiedene Verfahren der Feuchtkonservierung können die Wertschöpfung steigern und stellen daher eine interessante Alternative zum Schroten dar. Bei den Futtererbsen hat das Stroh zudem einen guten Futterwert für Wiederkäuer und auch für Pferde. Dr. Sauermann von der LWK Schleswig-Holstein erläutert die Verfahren.
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.... mit Leguminosen oder Zwischenfrüchten im Rahmen von Agrarumweltmaßnahmen
Geld liegt nicht auf der Straße
… jedoch in den immer großzügiger ausgestatteten Fördertöpfen der Agrarstrukturprogramme. Klimaschonend produziertes Eiweißfutter „ohne Gentechnik“ von heimischen Äckern wird angeblich von vielen Verbrauchern gefordert! Dabei stehen gerade noch 50.000 ha Grobleguminosen auf Deutschlands Feldern, überwiegend in ökologisch wirtschaftenden Betrieben!
Prämienzahlungen für Umweltleistungen werden von Pflanzenbauern argwöhnisch betrachtet. Schließlich sollen sie eine „extensivierte Produktion“ fördern und stellen bestehende Anbauverfahren in Frage. Dennoch: Als Investition der Steuerzahler in eine vielgestaltige, ressourcenschonende Produktion fließen sie langfristig kalkulierbarer als Preisausgleichszahlungen. Wer als Pflanzenbauer künftig Geld verdienen will, sollte professionellen Pflanzenbau intelligent mit den immer besser ausgestatteten Agrarumweltprogrammen verknüpfen. Das ist mit Bürokratie verbunden – aber auch mit Chancen!
Aufgrund der großen Nachfrage nach der vergriffenen SAATEN-UNION-Informationsschrift "Leguminosen" haben wir das Thema Ackerbohnen und Futtererbsen neu aufgearbeitet.
Die Ackerbohne dient schon sehr lange als Eiweißquelle. Zwar wird sie auch heute noch für die menschliche Ernährung, in größeren Teilen jedoch zur Tierfütterung angebaut. Aufgrund ihrer sehr speziellen botanischen Eigenschaften – zum Beispiel der hohe Anteil an Fremdbefruchtung und die geringe Vermehrungsrate – wird diese Kultur jedoch erst seit relativ kurzer Zeit züchterisch bearbeitet. Umso bemerkenswerter sind die zu verzeichnenden Züchtungsfortschritte.
Jürgen Recht ist Geschäftsführer der Ermslebener Landwirtschaftsgenossenschaft (ELG). Die Landwirtschaftsgenossenschaft nutzt im Ackerbau verschiedene Wertschöpfungsmöglichkeiten: Neben der Konsumerzeugung von Marktfrüchten hat auch die Saatgutproduktion einen hohen Stellenwert für die ELG. Ackerbohnen integriert Jürgen Recht seit Jahren aufgrund ihres hohen Vorfruchtwertes, der besseren Arbeitsverteilung in der Ernte und als Reinigungsfrucht zwischen zwei Getreidevermehrungen in die Fruchtfolge des Betriebes.
Der gezielte Einsatz von Pflanzenschutzmitteln ist im konventionellen Pflanzenbau eine tragende Säule für die Ertragssicherheit und die Ökonomie. Fundierte Kenntnisse zu Krankheiten und Schädlingen sowie zu empfohlenen Präparaten und Aufwandmengen auch bei der Unkrautbekämpfung sind daher erforderlich. Für Ackerbohnen gibt Manja Landschreiber einen aktuellen Überblick.
Ackerbohnen zählen zu den Leguminosen, deren Wurzeln eine Symbiose mit artspezifischen Knöllchenbakterien eingehen. In den Knöllchen wird Luftstickstoff (N2) gebunden und als Aminosäuren an die Pflanzen abgegeben. Diese Selbstversorgereigenschaft der Bohne ist ihr großes Plus. Für alle anderen Nährstoffe ist eine angepasste Versorgung mit der Düngung sicherzustellen. Auch wenn die Leguminose insgesamt einen relativ geringen Nährstoffbedarf hat, zählt jeder Einzelnährstoff, denn neben der Pflanze können auch die Bakterien und damit die N-Versorgung davon beeinflusst werden.
Ackerbohnen stellen nur sehr geringe Ansprüche an die Bodenbearbeitung und Aussaat. Für eine kostengünstige Produktion sollten die Potentiale dieser Robustkultur genutzt werden.