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Wintergerste für GPS

  21.09.2007   Versenden | Druckversion


Ganzpflanzensilagen aus Wintergerste haben einen entscheidenden Vorteil:

Der Milchreife wird bereits Anfang Juni erreicht, zwei Wochen früher als bei Roggen, drei Wochen vor Weizen und Triticale! So kommen hochertragreicher Zweitfrüchte noch rechtzeitig in die Erde, um das enorme Lichtangebot im Juni und Juli zu nutzen. Dazu gehören sehr frühreife Maissorten (REVOLVER S 160) und die ertragreichen Bicolor-Hirsen (GOLIATH). Zudem ist der Kornanteil in der Gersten-GPS höher als bei anderen Getreidearten. Bei gleicher physiologischer Reife ist deshalb der TS-Gehalt höher, der höhere Stärkeanteil entlastet zudem die Logistikkette entlastet und spart Siloraum.

Wir empfehlen: 

MERLOT
Merlot bringt hohe Kornerträge und bringt als hochwüchsigere Sorte auch eine gewaltige Restpflanzenleistung. Von Vorteil ist auch die etwas langsamere Abreife, diese bringt einige Tage mehr Ernteflexibilität - wichtig vor allem bei trockenen Abreifebedingungen. Die Ernteflexibilität dieser sorte wird auch begünstigt durch die hervorragende Standfestigkeit (Note „2“!) und die unschlagbare Toleranz gegenüber unspezifischen Blattflecken in strahlungsreichen Sommern.

FINITA
Diese mittelkurze, sehr bestockungsstarke Sorte bringt nach zweijährigen, züchtereigenen Versuchen ebenfalls sehr hohe GPS-Erträge. Finita ist zwei bis drei Tage früher als Merlot und genauso standfest. Als sehr winterharte Sorte eignet sie sich besonders für rauhe Lagen und frühe Saattermine. Dabei dankt FINITA eine etwas intensivere N-Düngung und - trotz guter Blattgesundheit - einen wohldosierten Fungizideinsatz.

 

Wintergerste für GPS

MERLOT
mehrzeilig

FINITA
zweizeilig

spezifische Vorteile 

enormes Massenwachstum
Standfestigkeit "2"

ideal für Untersaaten
ausgezeichnete Frosthärte 

besondere Empfehlung

strahlungstolerant
mildere Lagen

 Intensivlagen
auch raue Lagen

Winterfestigkeit/Trockentoleranz
Ährenschieben/GPS-Reife (EC 79)

0/+
mtl.spät/mtl.spät

 0/++
mittel/mittel

Saatzeittoleranz

20. Sept. - 15. Okt.

15. Sept. - 20. Okt.

Saatstärke   in Kö/m²          früh/spät

220-250 / 260-330

250-300 / 300-380

Stickstoffdüngung (kg N/ha, z.B.)
Herbstgabe nach Getreidevorfrucht
Startgabe: EC 21-25:
Schossen: EC 30-31:

insbesondere auf leichten Standorten evtl. kombiniert mit Spurenelementen

Wuchshöhe / Standfestigkeit
z.B. Moddus EC 31-34

mitl.lang / +++
0,4-0,5

kurz-mitl./++
0,3

Krankheitsresistenzen
Typhula    Mehltau
Netzflecken    Rhynchosporium
Zwergrost    GMV
++   +++
0   0
+++   ja
+   ++
0   +
0   ja
Fungizidanwendung

sorgfältige Läusebekämpfung im Herbst gg. Gelbverzwergung volldosierter Fungizideinsatz ab EC 32, bei hohem Infektionsdruck gesplittet in EC 32 + EC 39.





Sorte Direkt


Ihre PLZ  
Dipl.-Ing. agr. Franz Unterforsthuber Dipl.-Ing. agr. (FH) Martin Munz Dipl.-Ing. agr. Ernst Rauh Landwirtschaftsmeister  Achim Schneider Dipl. Agr.-Ing. Friedhelm Simon Dipl.-Ing. agr. (FH) Klaus Schulze Kremer Dipl.-Ing. agr. (FH) Winfried Meyer-Coors Dipl.-Ing. agr. Andreas Henze Dipl.-Ing. agr. Andreas Göbel Dipl.-Ing. agr. (FH) Reiner Bornberg Dipl. Ing. (FH) Karl-Heinrich Heuer Dipl.-Ing. agr. Walter Reinländer Agr.-Ing. Lutz Liebold  Stefan Hesse










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