International
Deutschland
Schnellnavigation

Sortensuche

Suche
Text






Zu Recht ist Winterroggen das meistangebaute Getreide für die GPS-Gewinnung.

Roggen verbraucht weniger Wasser, überzeugt auch in trockenen und rauen Lagen und erreicht bei gleichem Ertragspotential früher die Schnittreife als Weizen und Triticale. In der Blüte so früh wie Wintergerste, wird der Ertrag sehr früh über eine sehr hohe Kornzahl je m² fixiert, hinzu kommt die vergleichsweise mächtige Restpflanze.

Roggen besitzt einen vergleichsweise hohe Pentosangehalt. Diese Schleimbildner führen zu einer leichten Verdickung des Fermenterinhalts, wodurch die Gefahr der Schwimmdeckenbildung verringert wird (Ernst 2007).

Die Erntereife wird ab Mitte Juni erreicht, in warmen Anbaulagen können zu diesem Zeitpunkt noch frühreife Sorghumhybriden wie BOVITAL bestellt werden. In rauen Lagen anbausicherer ist Sommergetreide als Zweitkultur sowie Welsches Weidelgras in der überjährigen Nutzung.

Wir empfehlen:
RASANT
Langjährig ertragreichste Hybridroggensorte Deutschlands mit einem sehr großen, stärkereichen Korn. RASANT ist sehr blattgesund, der Fungizideinsatz kann sparsam dosiert werden. Dafür sollte die Wachstumsreglerdosierung nicht zu knapp ausfallen, damit die sehr schwere Ähren ihr ganzes Potential entfalten können.

FUGATO
In der Summe von hohem Körnertrag und überlegener Restpflanzenleistung ist FUGATO besonders prädestiniert für die GPS-Nutzung. Von Vorteil ist die besondere Toleranz gegenüber Frühsommertrockenheit, gegen Rhynchosporium und insbesondere Braunrost.

Grünschnittroggen PROTECTOR
Grünroggen ist die anbausicherste und wirtschaftlichste Winterzwischenfrucht. Besonders wirtschaftlich ist die Vornutzung mit nachfolgendem Silomais auf Standorten mit guter Wasserversorgung und wüchsiger Frühjahrswitterung.

Die Spezialzüchtung PROTECTOR wächst noch bei Temperaturen, bei denen Sorten zur Körnernutzung ihr Wachstum längst eingestellt haben und erreichen so 5 Tage früher das Erntestadium Grannenspitzen. Die besondere Vitalität von PROTECTOR ermöglicht vergleichsweise dünne Saatstärken, eine frühere Bestellung der Folgefrucht und besten Schutz vor N-Auswaschung.


 

 

Roggen für GPS

RASANT 
Hybridroggen*

FUGATO 
Hybridroggen*

PROTECTOR 
Grünroggen

Vorteile 

Ertragsleistung, viel schnell umsetzbare Stärke

Trockentoleranz
Blattgesundheit

 5 Tage frühere Entwicklung höchstes Massenwachstum

Empfehlung

Anbausicherstes Getreide zur GPS-Nutzung; Ertragserwartung dt TM:
Kornertrag (86%) x 1,8

Als Vorfrucht zu Mais lohnend auf feuchten, wüchsigen Standorten

Nutzungsmöglichkeit

Ende Milchreife ab Mitte Juni bei 32-35% TS 

Ährenschieben ab Ende April bei 20-22% TS

Winterfestigkeit/Trockentoleranz

 +++ / ++

 +++ / +++

 ++++ / ++

Mehltau/Rhynchosporium/Braunrost

 - / 0 / +

 0 / + / ++

 - / 0 / +

Anbauempfehlungen (alle Standorte)

Trockenlagen

mittlere bis bessere Standorte 

mittlere bis bessere Standorte

Saatzeit

15. Sept. bis Ende Okt.

 20. Sept. bis Anf. Nov.

Mitte Sept. bis Ende Okt.

Saatstärke   in Kö/m²          früh/spät

 177-200 / 220-270

 190-220 / 240-300

 250-300 / 350-400

Wachstumsreglereinsatz
Beispiele

bei ausreichender Wasser-
versorgung:
EC 31-32: 0,3-0,4 Moddus

EC 32: 0,8-1,0 CCC
EC 37: 0,3-0,4 Moddus

Bei Grünschnittnutzung
kein Bedarf

Fungizidanwendung

Einfachbehandlung in
EC 32-39

evtl. Splitting in
EC 32+39

Bei Grünschnittnutzung
kein Bedarf

* das Saatgut enthält 10% populationsroggen

Achtung: Informationsstand 09/2007. Alle Sortenbeschreibungen nach bestem Wissen unter Berücksichtigung von Versuchsergebnissen und Beobachtungen. Eine Gewähr oder Haftung für das Zutreffen im Einzelfall kann nicht übernommen werden, weil die Wachstumsbedingungen erheblichen Schwankungen unterliegen.


Stand: 21.09.2007

3289ms