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SAATEN-UNION Mais-Innovationen 2010

  04.09.2009   Versenden | Druckversion


SAATEN-UNION startet Maissaison mit neuen Topsorten SUSANN und AYRRO. Vertrieb optimiert. Züchtungspartner Dow AgroSciences Basis für internationales Wachstum.

„Unsere neuen Maissorten sind für den Wettbewerb jetzt eine echte Herausforderung“, betonte Marcus Iken, Geschäftsführer SAATEN-UNION, anlässlich einer Maispressekonferenz des Unternehmens in Münster. „Mit einem straff am Nutzen des Landwirts orientierten Sortenangebot, werden wir speziell mit den neuen Sorten SUSANN und AYRRO Marktanteile zurückholen.“ Für den optimalen Ablauf des Vertriebs seien die  Vermehrungsflächen ausgedehnt und die Saatgutproduktion in Europa konzentriert worden. Mit dem KNV-Vertriebskonzept und einer kompetenten Mannschaft aus 15 Fachberatern und über 20 Beratungslandwirten und der Unterstützung der sieben Tochtergesellschaften will die SAATEN-UNION die Marktanteile im In- und Ausland ausbauen.

Partnerschaft mit Dow AgroSciences sichert Zukunft im Mais
Bei der Frage, wie die SAATEN-UNION auch künftig im europäischen Wettbewerb bestehen könne, spiele der Mais eine sehr bedeutende Rolle. Die maiszüchtenden Gesellschafter der SAATEN-UNION hätten eine strategisch weitsichtige Entscheidung getroffen, als sie ihre Maiszüchtung an Dow AgroSciences gebunden haben. In der amerikanischen Firma habe man einen kompetenten Partner gefunden. „Mit Dow AgroSciences haben wir Zugang zu einem breiten, leistungsstarken Maisproduktportfolio zur Vermarktung in vielen europäischen Ländern“, so Iken.
Auch Henning Trozelli, Leiter des Geschäftsbereichs „Seed, Traits & Oil“ in Europa der Dow AgroSciences betonte: "Wir sind stolz darauf, dass wir mit der SAATEN-UNION eine Vertriebspartnerschaft eingehen konnten. Aufgrund unserer derzeitigen Marktposition und unseres umfassenden Knowhows im Bereich neuer Saatguttechnologien ist Dow AgroSciences ein starker Wettbewerber im weltweiten Saatgutgeschäft. Die Vertriebspartnerschaft mit der SAATEN-UNION stärkt unsere Präsenz im europäischen Maissaatgutmarkt und ist die Basis für das zukünftige Wachstum beider Firmen."

Vier Nutzungsprofile für Silomais-Saison 2010
Die SAATEN-UNION konzentriert sich in der kommenden Maissaison in ihrer Beratung und ihrem Angebot auf den unmittelbaren Nutzen des Landwirts. Dr. Andreas Groß, Produktmanager Mais SAATEN-UNION, betonte, dass gerade in diesen für Landwirte enorm schwierigen Zeiten ein klar erkennbares Profil der einzelnen Sorten besonders wichtig sei, um dem Landwirt eine größtmögliche Wirtschaftlichkeit zu ermöglichen. Die SAATEN-UNION gliedert den Silomais deshalb  in vier Bereiche: gemischte Betriebstypen, Spezial-Milchviehbetriebe mit höchstem Maiseinsatz, Bullenmäster bzw. grünlandbetonte Betriebe sowie Biogasbetreiber. Diesen Betriebskategorien entsprechen folgende spezialisierte Maistypen:  Allround-, Faser/Energie-, Stärke- sowie Masse-Typen. Von sehr großem Interesse für Landwirte, die in der Biogasanlage oder mit ihrer  Milchviehherde auf höchstem Leistungsniveau arbeiten und dies mit maximalen Maisanteilen erreichen möchten, ist die neue Sorte AYRRO S220. „Sie verbindet den modernen Faser/Energie-Typ für die Milchviehfütterung mit einem sehr hohen Energieertrag. Wer rationsbedingt mehr Stärke benötigt, greift zu Stärketypen wie der Neuzulassung SUSANN S260, die auch als Körnermais Spitzenwerte bringt“, so Groß.

Vier neue Körnermaissorten
Im Körnermais bringt die SAATEN-UNION Reifegruppen übergreifend mit SUDOKU, SUZY, SUSANN und SURREAL vier neue Sorten mit Spitzenleistungen, die sämtlich mit einer stabilen Resistenz gegen die Blattfleckenkrankheit Helminthosporium turcicum ausgestattet sind. Die Sorten betonen bei ihren Ertragskomponenten insbesondere die Kornzahl, die bei der Sorte SUSANN das Normalmaß weit übertrifft. Besonders auffällig ist bei SUSANN auch die selbst im Vergleich zu einer GVO-Sorte geringere Ertragseinbuße unter Zünslerbefall.

Helminthosporium-resistente Sorten nutzen
Norbert Erhardt, Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, zeigte die Ausbreitungs-dynamik und Relevanz der Helminthosporium-Blattfleckenkrankheit für die Praxis auf.
Erhardt rät Sortenresistenzen zu nutzen. Allerdings sei bei vielen neuen Sorten die Resistenz nicht eindeutig zu beurteilen, insbesondere nach befallsfreien Jahren. Grundsätzlich sei die Vermehrung zu stoppen. Erhardt rät das Maisstroh zu zerkleinern und sauber einzupflügen, um die Strohrotte zu fördern. Da die Helminthosporium-Problematik nicht stationär sei wie Fusarium, müsse die Ackerhygiene flächendeckend erfolgen.

So macht Mais mehr Milch ─ Spitzenleistungen ohne Pansenstress
„Gerade jetzt, in Zeiten niedriger Milchpreise, kommt es mehr denn je darauf an, mit einer durchdachten Produktionstechnik möglichst kostengünstig hohe tierische Leistungen mit gesunden Tieren zu erzielen,“ stellte Dr. Kathrin Mahlkow-Nerge von der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, dar.
Mais und die daraus bereitete Silage sei in der Regel deutlich energieertragreicher und letztlich kostengünstiger als beispielsweise Grassilage. Zudem sei die gesamte Logistik bei der Maissilagebereitung einfacher - nur eine Ernte, witterungsunabhängiger als bei der Grassilageherstellung. Ein weiterer wichtiger Punkt sei die sehr gute Siliereignung von Mais.  Bei der Fütterung der Milchkühe käme es in erster Linie darauf an, dieses wertvolle Futtermittel optimal in die Futterration zu integrieren, also mit möglichst passenden anderen Futterkomponenten zu ergänzen. Dazu gehöre vor allem die Berücksichtigung die Versorgung mit Struktur und Eiweiß, leicht verdaulichen Kohlenhydraten und pansenstabiler Stärke.

Stärke, Rohfett und Rohprotein im Corn-Cob-Mix beachten
„Zur Verbesserung der Futtereffizienz beim Einsatz von Corn-Cob-Mix in der Schweinefütterung sollte neben der Stärkelieferung auch die Rohfett- und Rohproteinlieferung beachtet werden“, forderte Dr. Gerhard Stalljohann, Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Der Rohfettgehalt sollte auf keinen Fall die 5%-Marke (bezogen auf Trockensubstanz) überschreiten, da ein zu weicher Speck bei Schlachtschweinen die Folge sein könnte. Ebenso sollte, vor dem Hintergrund auseinanderdriftender Preise für Energie- und Eiweißträger, dem Rohprotein im Corn-Cob-Mix mehr Bedeutung geschenkt werden. Nach Einschätzung Stalljohanns seien die Schwankungen bei Protein bzw. Aminosäuren nicht nur sortenbedingt, dennoch sollte die Hälfte dieser Differenz, nämlich 0,50 € Futterkostendifferenz pro Mastschwein Anlass sein, dem Eiweißlieferungspotenzial von Corn-Cob-Mix auch aus Sicht der Züchtung Aufmerksamkeit zu schenken.

 Pressemeldung vom 28.08.2009



 

PK Mais Münster


Foto Pressekonferenz Mais 2009




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