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Hybridweizen 2008 sehr knapp

  15.08.2008   Versenden | Druckversion


Die europaweit sehr hohe Nachfrage nach Hybridweizensaatgut kann nicht ausreichend befriedigt werden.

Grund sind die Befruchtungsprobleme in der Produktionsregion Nordfrankreich: Die heftigen Niederschläge während der Blüte erschwerten die Pollenschüttung der Bestäuberstreifen, so dass die sterilisierten Mütter schlecht einkörnten. Deshalb brachten die Weizenhybriden in diesem Jahr die geringsten Saatguterträge seit Einführung der Hybriden. Außerdem war die Ausbeute an Einheiten durch das extrem hohe Einzelkorngewicht sehr gering.

Hybridsaatgut muss aufgrund der sehr hohen Vorkosten sehr eng am Bedarf produziert werden, ungünstige Produktionsbedingungen wirken sich deshalb wesentlich stärker auf die Verfügbarkeit aus, als bei der Vermehrung konventioneller Sorten. Auch ist das für die Sterilisation der Mutter notwendige Gametodzid Croisor gegenwärtig allein in Frankreich einsetzbar, ein länderübergreifender Risikoausgleich bei der Saatgutproduktion ist deshalb noch nicht möglich.

Auf Handelsebene sind in Deutschland alle Hybridweizensorten weitgehend ausdisponiert. Wo 2008 nicht ausreichend Hybridsaatgut zur Verfügung steht, empfiehlt die SAATEN-UNION die stresstoleranten Weizensorten AKRATOS (A) und MULAN (B) sowie die Roggenhybriden RASANT.

Pressemeldung, 15.8.2008


 





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