Die SAATEN-UNION präsentiert sich als weltweit führender Hybridweizenanbieter zur Aussaat ein komplettes Sortiment. Die Nachfrage steigt steig und das Anbaupotenzial der Hybriden ist noch lange nicht ausgeschöpft. Woher diese große Nachfrage?
Anfangs konzentrierte sich die Aufmerksamkeit der Praxis ausschließlich auf die überlegene Ertragsleistung des Hybridweizens. Gerade kleinere Betriebe in Westdeutschland mit sehr hoher Festkostenbelastung brauchen für den intensiven Weizenanbau eine sehr hohe Flächenproduktivität. Wo die Nutzen-Kosten-Relation stimmt und die Produktionstechnik dünne Aussaaten zum Erfolg führt, haben sich Hybriden in vielen Betrieben einen festen Platz erobert.
Mittlerweile ist jedoch zu beobachten, dass die größten Nachfragezuwächse aus Betrieben kommen, die gerade keine Schokoladenböden haben und die Hybridweizen gezielt in schwierige Anbausituationen platzieren. Hier können Hybriden ihren zweiten großen Vorteil ausspielen, ihre größere Stresstoleranz. Denn typisch für alle F1-Hybriden ist eine allgemein höhere physiologische Aktivität, bekannt als "Heterosiseffekt". Dieser ist in erster Linie auf die stimulierende Wirkung maximaler Heterozygotie zurückzuführen, die ihrerseits auf der gezielten Kreuzung reinerbiger Ausgangssorten beruht. Ob Trockenstress, ungünstige Bodenbedingungen oder belastende Fruchtfolgen, schon mit bloßem Auge kann sich der Praktiker immer wieder davon überzeugen, dass der Hybridweizen einfach länger "durchhält". Er hat ein insgesamt größeres, tieferreichendes Wurzelsystem und zudem ist dieses auch saugkräftiger.
Zusammen mit der Universität Rostock ist die SAATEN-UNION in Lysimeter- und Tensiometerversuchen der sortenspezifischen Wurzelleistung auf den Grund gegangen. Dabei hat sich gezeigt, dass die Wurzelsaugkraft der Hybride der Liniensorte überlegen war. Auch insgesamt wurde eine wesentlich bessere Wasserausnutzung erreicht, erkennbar an einem niedrigen Transpirationskoeffizienten. Vor allem in tieferen Bodenschichten war der Vorsprung auffallend: In der Messtiefe 120 cm war die Wurzelsaugspannung der Hybride (Hybnos 2) um ca. 40 % höher, als die der Liniensorte und schlug in den Bodenschichten 60, 90 und 120 cm sogar die beiden mitgeprüften Roggensorten!
Sven Böse
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