Die Ausgangssituation:
Die Praxiserträge des Grünlandes zeigten im ersten Aufwuchs in diesem Jahr vielerorts eher enttäuschende Ergebnisse. Nicht nur die Trockenmasseerträge sondern auch die Qualitäten ließen zu wünschen übrig. Was waren die Gründe?
Zunächst einmal hat der lang anhaltende Winter einen späten Vegetationsbeginn mit sich gebracht, wodurch die Wachstumsphase des wichtigsten Grünlandaufwuchses - des 1. Schnittes - deutlich verkürzt war. Hinzu kam, dass in vielen Teilen Deutschlands die Schneebedeckung bis in den März hinein gegeben war. Vielerorts ging dies mit massivem Schneeschimmelbefall einher, der teilweise zu Totalausfällen führte. Eine Situation, wie sie sich in einem von 15 Jahren ergibt (Bild 2).
Bild 1: Wie lassen sich die Silos bei einem mageren 1. Aufwuchs noch füllen?
Bild 2: Massiver Schneeschimmelbefall hat die Bestände im Frühjahr 2010 geschwächt in die Saison gehen lassen
Sind für die Ausfälle Sortenschwächen ausschlaggebend gewesen? Sicherlich ist Fusariumresistenz ein wichtiges Zuchtziel, das aufgrund eines fehlenden Befalls in den letzten 10 Jahren etwas aus dem Fokus gerückt ist. Ebenfalls entscheidend ist jedoch die Tatsache, dass in den vergangenen Jahren die milde Herbstwitterung das Wachstum auf dem Grünland stimulierte, eine angepasste Herbstnutzung ist daher eine wichtige Maßnahme (Bild 3).
Bild 3: Eine Herbstnutzung vermindert die Gefahr von Auswinterung
Die Hitzewelle der vergangenen Woche hat vielerorts die Hoffnung auf einen guten zweiten oder dritten Schnitt zunichte gemacht. Es geht momentan auf einigen Betrieben darum, die Futtergrundlage für den Winter zu sichern.
Was ist jetzt also zu tun?
Der Anbau von kurzlebigen Weidelgrasmischungen wie TETRASiL® -ACKER Multi oder TETRASiL® -ACKER Sprint im Zwischenfruchtanbau ist eine gute Möglichkeit, kurzfristig Grassilage zu produzieren und die verbliebene Vegetationszeit zu nutzen. Als überwinternde Zwischenfrucht mit einer Nutzung im Frühjahr ermöglicht er eine effektive Winterbegrünung und vermindert das Nitratauswaschungspotenzial erheblich. Die Möglichkeit von Gülle- oder Gärrestgaben jenseits der üblichen Frühjahrssaison entzerrt Arbeitsspitzen und führt zu einer guten Nährstoffverwertung. Letztlich sorgt der Winterzwischenfruchtanbau für eine ausgeglichene Humusbilanz und einen nachhaltigen Futterbau sowohl in der Milch- als auch in der Biogasproduktion.
Erfolgreich lässt sich TETRASiL® -ACKER nach früh geräumter Getreidevorfrucht (GPS) etablieren. Hier gilt, dass jede zusätzliche Woche im Juli im Vergleich zum August als doppelte Vegetationszeit zählt!
Wird nach Stoppelbearbeitung eine Güllegabe von 20-30 m³/ha eingearbeitet und ist das Saatbeet gut abgesetzt, so sind die Grundlagen für ein bis zwei ertragreiche Schnitte in diesem Jahr gelegt. Ertragreiche erstschnittbetonte Sorten des Welschen Weidelgrases wie GISEL garantieren einen guten ersten Schnitt im folgenden Frühjahr.
Und das Dauergrünland?
Auf dem Dauergrünland haben Sie jetzt die Chance, eine gute Grundlage für 2011 zu legen!
Die Trockenheit hat auch hier ihre Spuren hinterlassen. Kontrollieren Sie jetzt Ihre Flächen und planen Sie jetzt Nachsaaten oder ggf. Neuanlagen mit TETRASiL® GRAS ein.
Für weitere fachliche Fragen stehen wir Ihnen unter unserem
Infotelefon 04351-736 0 gerne zur Verfügung.
Dr. B. Ingwersen

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