Bioenergie aus Futterrüben |
30.01.2009 | Versenden | Druckversion | |
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Futterrüben liefern leicht verfügbare und umsetzbare Bioenergie. Daher werden Futterrüben sowohl in der Fütterung aber auch zur Produktion von Biogas und Bioethanol verwendet. Futterrübe als Energiepflanze Die Versuchsergebnisse zeigen, dass Futterrüben sowohl in Mono- als auch in Covergärung sehr gute Biogaserträge erzielen. Bei der Energieausbeute je ha waren sie sogar den Zuckerrüben überlegen. Zudem werden bei Verwendung von Futterrüben eine hohe Fermenterraumauslastung und ein niedriger H2S-Gehalt im Biogas bescheinigt. Futterrüben können effektiv mit 100 t/Stunde (ca. 1 ha) geerntet werden. Die hochertragreiche „Energierübe“ mit geringem Schmutzanteil und guten Rode- und Verarbeitungsfähigkeiten kann wirtschaftlich in der Biogasproduktion eingesetzt werden. Grundsätzlich gilt für die Futterrüben, dass sie sehr hohe Ertrags- und Energieleistungen je Flächeneinheit erzeugen, die sowohl in der Viehfütterung eine hohe Verdaulichkeit als auch in der Biogasfermentation eine schnelle, sichere und effektive Umsetzbarkeit und daher eine hohe Biogaserzeugung aufweisen. Futterrüben sind daher als Nachwachsender Rohstoff als Koferment gut geeignet.
Vergleich Futterrübe - Mais - Roggen
Wirtschaftlichkeitsrechnung zum Futterrübeneinsatz in der Biogaserzeugung
Mit In-Kraft-Treten des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) seit dem 1.8.2004 hat sich die Situation wesentlich verbessert. Die Energiegewinnung aus Biogas wird aber längst noch nicht ausgeschöpft. Derzeit liegt der Anteil der Stromerzeugung aus Biogas bei etwa 0,3%. Es könnten aller-dings pro Jahr bis zu 5% Bruttostromerzeugung erreicht werden. Durch die Nutzung von extra angebauten Energiepflanzen kann sich der Anteil an der Strom- und Wärmeversorgung sowie Treibstoffen für PKW bis zum Jahre 2020 auf 10% erhöhen. Die Prognose bis zum Jahre 2030 geht sogar von 16% Strombedarf, 10% Wärme und 15% PKW-Kraftstoff aus. Längerfristig kann Biomasse große Strommengen mit Kosten unter 5 ct/kWh und Wärme unter 7 ct/kWh bereitstellen. Neue agrarpolitische Rahmenbedingungen für Biogaanlagen ab 2005 Dann sind die Produktions- und Verfahrenskosten neu zu berechnen. Denn nach wie vor erreichen die Futterrüben höchste Flächenerträge an gesundem Grundfutter beziehungsweise Bioenergie. Die Kosten für Anbau, Ernte, Lagerung und Futtervorlage sind je Energieeinheit zu errechnen und so mit anderen Kulturarten zu vergleichen. Die neuen EU-Regelungen beinhalten auch, dass ab 2004 für den Energiepflanzenanbau auf Nicht-Stilllegungsflächen eine spezielle Prämie von 45 €/ha gezahlt wird. weiterführende Literatur ´Biogas production from forage and sugar beets (engl. Dissertation von EA Hassan) im Anhang
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