Zwischenfrüchte mit vielseitigem Nutzen:
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Die POTATO EUROPE ( 8.-9. September, Rittergut Bockerode bei Hannover), ist die wichtigste Veranstaltung für Entscheidungsträger im internationalen Kartoffelsektor: Hier können sich internationale Kartoffelprofis über alle Fragen der modernen Kartoffelproduktion und -verarbeitung informieren. Im Fokus stehen die Bereiche Züchtung, Düngung, Pflanzenschutz, Technik für die Produktion und die Verarbeitung sowie Handel. Feldversuche, Maschinenvorführungen zum Legen, Roden und Verladen sowie Infoveranstaltungen ergänzen das fachliche Angebot. Auch das Thema "Mit Zwischenfrüchten Krankheiten bekämpfen" wird thematisert.
Die Virusbedingte Eisenfleckigkeit verursacht Schäden an Kartoffelknollen anfälliger Kartoffelsorten. Häufig ist der Befall erst nach dem Durchschneiden der Knollen sichtbar: ring- oder bogenförmige, korkartige, rotbraune Stellen. Bei Speisekartoffeln ist dies ein entscheidender Qualitätsverlust, wodurch die Marktfähigkeit der Partien herabgesetzt wird und zur Aberkennung von Pflanzkartoffeln führen kann. Ertragsverluste können mit dem Befall an Eisenfleckigkeit einhergehen. Wie ist dieser wirschaftliche Verlust zu verhindern?
Biologische Maßnahmen zur Sicherung der Ertrags- und Qualitätsleistung rücken im modernen und nachhaltigen Gemüse- und Kartoffelbau immer mehr in den Vordergrund. Veränderte Klimabedingungen, beschränkter Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, fehlende Resistenzen in den Hauptkulturen, sowie intensivere Rotationsfolgen erhöhen den Druck von Krankheiten und bodenbürtigen Schaderregern.
So wirkt der Ölrettich COLONEL nachhaltig und langfristig für höhere Rübenerträge.
Neue Untersuchungen bestätigen, dass sich ein Zwischenfruchtanbau mit Ölrettich gerade auf leichten Böden positiv auf den Ertrag und die Qualität von Kartoffeln auswirkt. Die positiven Effekte lassen sich in drei Wirkungsgruppen zusammenfassen:
Der Boden ist das wertvollste Gut im Ackerbau, seine Verbesserung das primäre Ziel aller ackerbaulichen Maßnahmen. Zentrale Aufgabe für jeden Landwirt ist es deshalb, die Erosion zu verhindern. Bei Reihenkulturen wie Mais oder Rüben funktioniert die Mulchsaat in abgefrorenen Zwischenfrüchten sehr gut. Wind- und Wassererosion wird verhindert, die Krume durch das Wurzelwerk stabilisiert und die Infiltrationsrate des Wassers verbessert. Fachberater Franz Unterforsthuber beschreibt, wovon der Erfolg einer Mulchsaat abhängt.
Mittlerweile honorieren alle Bundesländer den Anbau von Zwischenfrüchten: „Zum Schutz des Bodens vor Erosion und Nährstoffaustrag, zur Förderung der biologischen Aktivität und Struktur des Bodens sowie zum Schutz des Grundwassers",wie es zur Begründung beispielsweise in Niedersachsen heißt.
Auch in den anderen Bundesländern steht ausdrücklich der Schutz des Bodens und des Grundwassers im Fokus, letzteres vor allem im Hinblick auf Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie.
Geld liegt nicht auf der Straße
… jedoch in den immer großzügiger ausgestatteten Fördertöpfen der Agrarstrukturprogramme. Klimaschonend produziertes Eiweißfutter „ohne Gentechnik“ von heimischen Äckern wird angeblich von vielen Verbrauchern gefordert! Dabei stehen gerade noch 50.000 ha Grobleguminosen auf Deutschlands Feldern, überwiegend in ökologisch wirtschaftenden Betrieben!
Zwischenfrüchte halten den Nematodenbefall in den Hauptkulturen in Schach, verbessern die Bodenqualität und sichern damit letztlich den Ertrag. Lesen Sie hier den Artikel von Michaela Schlathölter, Züchterin bei P.H. Petersen Saatzucht Lundsgaard, aus der Landpost-Ausgabe 30/2009.
Nach der Euphorie in der Landwirtschaft mit sehr hohen Getreidepreisen hat sich im vergangenen Jahr im Zuge der drastischen Preissenkung wieder eine nüchterne Betrachtungsweise durchgesetzt. Statt Intensivierung um jeden Preis geht es nun wieder darum, die Erträge zu steigern und gleichzeitig die Kosten zu senken. Die Weichen dazu können bereits bei der Aussaat gestellt werden.
Viele Krankheiten und Schädlinge können sich an verschiedenen Hauptkulturen vermehren, teilweise unbemerkt, da sich der Schaden an der Kultur in Grenzen hält. Erst bei der Folgekultur oder in der Rotation wird die Anreicherung bemerkt.
Mit gezieltem Zwischenfruchtanbau kann dem Aufschaukeln der Parasiten entgegengewirkt werden (Abb. 1). Michaela Schlathölter berichtet:
Der Zwischenfruchtanbau bietet ein erhebliches Potenzial, die Futterproduktion zu sichern. Dabei ist der Ertrag der Zwischenfrucht gleichermaßen für die Nutzung in der Fütterung wie auch als Substrat in Biogasanlagen zu verwerten.