Deutsche Hafermühlen erstmals auf den DLG-Feldtagen. Verarbeitungsmengen verdoppelt. Enormer Fortschritt in der Züchtung. Wertschöpfungskette muss zusammenarbeiten.
„Hafer erfüllt voll die Erwartungen der Verbraucher, denn Hafer enthält wichtige Nähr- und Ballaststoffe“, betonte Ulrich Schumacher, Vorsitzender der Sparte Hafermühlen im Getreidenährmittelverband bei der Forumsveranstaltung anlässlich der DLG-Feldtage in Bockerode. Schumacher hob das Potenzial des wertvollen Getreides aus ernährungsphysiologischer und pflanzenbaulicher Sicht hervor. Die steigende Nachfrage nach Hafer habe in den letzten 10 Jahren zu einer Verdopplung der Verarbeitungsmengen und zu einer wachsenden Vielfalt an Hafererzeugnissen geführt. Um den hohen Ansprüchen von Verbrauchern und Lebensmittelhandel gerecht zu werden, sei die Qualität, wie z. B. Geruch, Kernfarbe und Schälbarkeit des Ausgangsprodukts für die Hafermühlen von großer Bedeutung.
„Hafer hat Potenzial für eine ausgewogene Ernährung, wenn in der Wertschöpfungskette markt- und qualitätsorientiert gehandelt wird, sagte Dr. Klaus Münzing, wissenschaftlicher Direktor am Max Rubner-Institut. Münzing unterstrich dabei insbesondere die qualitätswirksamen Zusammenhänge bei Hafer nach der Ernte und die Qualitätsanforderungen aus Sicht der Nahrungsmittelverarbeitung.
Dr. Steffen Beuch, Haferzüchter bei der Nordsaat Saatzucht, hob den Fortschritt in der Haferzüchtung hervor. „In den letzten 15 Jahren konnten wir den Ertrag um 8 dt/ha steigern. Der Spelzengehalt konnte deutlich reduziert werden und der Marktwarenanteil wurde maßgeblich erhöht.“
Die deutschen Hafermühlen im Getreidenährmittelverband untermauerten ihr landwirtschaftliches Engagement im Rahmen der Kampagne „Hafer Die Alleskörner“ jetzt durch die erstmalige Teilnahme an den diesjährigen DLG-Feldtagen in Zusammenarbeit mit der SAATEN-UNION.
Pressemeldung 15.6.2010

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