Ziel dieses Projektes war die Verbesserung der androgenetischen Gewebekulturtauglichkeit von Winterweizen. Bisher sind die Methoden der Antherenkultur und der Mikrosporenkultur (Verwendung des unreifen Pollens) zur Erstellung doppelhaploider Weizenlinien in der praktischen Pflanzenzüchtung nicht sehr weit verbreitet, da die Effizienz zu gering und die Genotypabhängigkeit zu groß ist. Daher hat sich die interspezifische Hybridisierung zwischen Mais und Weizen als Methode der Wahl etabliert. Nachteilig bei dieser Methode sind jedoch hohe Kosten durch den hohen Bedarf an Gewächshausflächen und die zeit- und personalintensive Embryo Rescue Methode.
In dem Projekt "Entwicklung eines effizienten Mikrosporenkulturverfahrens für Winterweizen (Triticum aestivumL. )" wurde versucht das vorhandene große Potential der isolierten Mikrosporenkultur in Weizen nutzbar zu machen. Dazu wurde einerseits einer Methodenverbesserung per se nachgegangen (Nährmedien, Stressapplikationen), andererseits aber wurde auch versucht die Genotypeignung des mitteleuropäischen Weizenpools durch Einkreuzung hoch tauglicher Genotypen zu verbessern und molekulare Marker für das Merkmal "Hohe androgenetische Regenerationstauglichkeit" zu entwickeln.
Im Rahmen des Projektes gelang es 2000 doppelhaploide Weizenlinien zu erstellen, molekulare Marker zu indentifizieren, die zwischen dem sehr gut tauglichen Genotyp "Svilena" und Zuchtmaterial differenzieren können und Stressapplikationen zu entwickeln, welche die isolierte Mikrosporenkultur im Weizen effizienter machen. Das Projekt endete im Dezember 2003.
Gefördert wurde das Projekt vom BMWA. Es erfolgte eine Kooperation mit der Cereal Research Institute Non Profit Company in Szeged, Ungarn.