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Triticale



Gemenge mit Feingefühl führen

Im Rahmen von Landesförderprogrammen aber auch als Greeningmaßnahme sind Gemenge mit Leguminosen zur GPS-Nutzung oder zum Drusch eine interessante Option. Die Produktionstechnik erfordert Fingerspitzengefühl.

Schnell gelesen (Kurzfassung):

Seit einigen Jahren nimmt der Betrieb Hagemeyer an dem in NRW etablierten Förderprogramm für mehrgliedrige Fruchtfolgen teil. Hier verpflichtet sich der Antragsteller, mindestens fünf Hauptfruchtarten für mindestens fünf Jahre anzubauen. Je Hektar förderfähiger Ackerfläche erhält der Betrieb dann 90 €, bei Anbau reiner großkörniger Leguminosen mit einem Anteil von mind. 10 % erhöht sich diese Prämie auf 125 €. Der Anteil einer Hauptfrucht muss zwischen 10 und 30 % der Ackerfläche liegen, mindestens 10 % der Ackerfläche entfällt zwingend auf Leguminosen oder ein Gemenge, das Leguminosen enthält.

Nach einigen Experimenten "landete" der Betrieb schließlich bei einer Mischung aus Wintertriticale und Wintererbsen. Die Produktionstechnik - z.B. die Saattiefe von 4–5 cm  - ist ein Kompromiss, der beiden Kulturen möglichst gerecht werden soll. Eine Frühjahrsdüngung mit ASS stellt die Versorgung des Getreides mit schnell verfügbaren Stickstoff und Schwefel sicher. Später folgt eine verhaltene Gärrestdüngung. Die Höhe der Maßnahmen erfolgt grundsätzlich situations- und bestandesabhängig.

Sollte als GPS geerntet werden, folgt die Zwischenfrucht Sommertriticale. Falls doch gedroschen wird, wird nach dem Gemenge Wintergerste stehen. Ausreichend hohe Saatstärken vorausgesetzt bringt Sommertriticale zufriedenstellende Masseerträge und wird zusammen mit dem Energiemais und den Zuckerrüben geerntet und siliert. Eine logistische Herausforderung, aber der Betriebsleiter schwört auf das "beste Müsli für die Bakterien!"

 



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