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Unter der Voraussetzung, dass ausreichend Wasser zur Verfügung steht, bietet ein Anbausystem mit Untersaaten viele Vorzüge. Besonders bei Biogasfruchtfolgen sollten Untersaaten in Mais oder Ggetreide in Erwägung gezogen werden.

Untersaaten in Mais

Vorteile:

  • Oft wird im Späsommer – je nach Witterung und Vorfrucht – noch viel Stickstoff und weitere Nährstoffe freigesetzt. Diese können vom Mais nicht mehr aufgenommen bzw. verwertet werden. Untersaaten helfen, diese Nährstoffe zu binden.
  • Bessere Befahrbarkeit zur Ernte
  • Humusanreicherung
  • Nach der Ernte, befinden sich im Boden oft sehr viel geringere Nmin-Werte
  • Auch im Herbst kann noch Gülle gefahren werden.
  • Eine gelungene Untersaat kann auch bei Bedarf im Folgejahr genutzt werden.

Untersaat Mais
Untersaat Mais


 

Aber Achtung:  Untersaaten benötigen viel Wasser und Mais reagiert auf Wassermangel im frühen Entwicklungsstadium sehr empfindlich. Von Untersaaten in Gebieten mit weniger als 600 mm Jahresniederschlag und / oder der Gefahr von Frühjahrstrockenheit wird daher abgeraten.

 

Anbauhinweise: 

Saat: Reihen- oder Breitsaat
Bevorzugte Gräser:    Reihensaat: späte Deutsche Weidegräser; Breitsaat: späte Deutsche Weidegräser oder Mischung Deutsches/Welsches/Bastard-Weidegras
Saatstärke:      Reihensaat: ca. 5 kg/ha,. Breitsaat: 15 kg/ha
Saatzeit:               Reihensaat: 6-Blattstadium des Mais;   Breitsaat:  6-Blattstadium des Mais
Pflanzenschutz:    

Je größer der zeitliche Abstand zw. Saat und Herbizideinsatz, desto geringer das Risiko,
Vorsicht bei bodenwirksamen  Präparaten: mindestens 3 Wochen Abstand bei Sylfonylen, keine weiteren bodenwirksamen Präparate empfohlen
kein Risiko bei bromoxynilhaltigen Herbiziden

 

 Als Erosionsschutzmaßnahme eignet sich die Spezialmischung Subma (Informationen hierzu erhalten Sie bei der SAATEN-UNION unter 0511 72666 131 oder 133).

 

Untersaaten in Getreide

Emfpohlen bei Getreide-GPS

Vorteile:

  • Rel. geringe Maschinenkosten, da Pflugeinsatz und weitere Bodenbearbeitungsmaßnahmen entfallen
  • Verbesserung der Bodenstruktur
  • Erosionsminderung
  • Verminderung der Nitratverlagerung
  • Bei geeigneter Witterung kann können nach Getreide-GPS bis zu 3 Aufwüchse genutzt werden

 

Anbauhinweise für Getreide GPS

 

Saat: Breitsaat
Bevorzugte Gräser:    Welsches Weidelgras, bei ausreichend Niederschlägen nach früher Ernte der Hauptfrucht (z.B. Gerste) , sind noch zwei weitere Schnittnutzungen möglich.
Saatstärke:      20-25 kg/ha
Saatzeit:               Nachauflauf, bis Oktober möglich. Einsatz von schneller wachsenden Weidelgräsern bei Schlitzsaat im Frühjahr
Pflanzenschutz:    

Kein Einsatz von Gräserherbiziden mit Bodenwirkung

 Anbautipp: Dieses Anbausystem eignet sich nicht bei hohem Ungrasdruck mit Trespen, Ackerfuchsschwanz oder Flughafer

 

 

Literaturhinweis:

Rheinische Bauernzeitung  Nummer 22, S. 21

DLR Rheinhessen-Nahe-Hunsrück, Ansaaten für Grünland, Feldfuter und Grassamenbau, 2006



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