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Virusbedingte Eisenfleckigkeit: Übertragung, Schäden, Vermeidung

Die Virusbedingte Eisenfleckigkeit verursacht Schäden an Kartoffelknollen anfälliger Kartoffelsorten. Häufig ist der Befall erst nach dem Durchschneiden der Knollen sichtbar: ring- oder bogenförmige, korkartige, rotbraune Stellen. Bei Speisekartoffeln ist dies ein entscheidender Qualitätsverlust, wodurch die Marktfähigkeit der Partien herabgesetzt wird und zur Aberkennung von Pflanzkartoffeln führen kann. Ertragsverluste können mit dem Befall an Eisenfleckigkeit einhergehen. Wie ist dieser wirschaftliche Verlust zu verhindern?

Die Eisenfleckigkeit wird durch das Tabak-Rattle-Virus (TRV) verursacht. Das Virus kommt in mehr als hundert Pflanzenarten vor. Von vielen Unkräutern ist bekannt, dass sie, ohne Symptome zu zeigen, mit TRV befallen sind und sogar den Virus über die Samen verbreiten können.

Die Nematoden der Gattung Trichodorus übertragen bei ihrer Saugtätigkeit an den Pflanzenwurzeln den Virus, der an dem Mundstachel der Nematoden haftet. Bei seiner regen Saugtätigkeit an Pflanzenwurzeln belädt sich der freilebende Nematode an virustragenden Pfl anzen mit dem Virus und verbreitet diesen bis zur seiner näch sten Häutung an alle nachfolgend angestochenen Pflanzen weiter.

Eisenfleckigkeit bei Kartoffeln
Eisenfleckigkeit bei Kartoffeln

Von den freilebenden Wurzelnematoden sind für die Nutzpfl anzen die Schädlinge der Gattung Trichodorus und Paratrichodorus von Belang. Hierzu gehören u.a. Paratrichodorus pachydermus, P. teres, Trichodorus similis, T. viruliferus und T. primitivus. Diese Nematoden werden in der Gruppe der freilebenden Nematoden zusammengefasst, da der gesamte Lebenszyklus vom Ei bis zum ausgewachsenen Nematoden im Boden stattfindet.

Die Trichodoriden sind auf leichten, feuchten Böden zu finden und besitzen eine sehr große Beweglichkeit. Trocknet der Boden aus, wandern die Nematoden in tiefere Bodenschichten oder sterben ab. Die Tiere haben in der Regel eine kurze Überlebensdauer (bei 15 bis 20° C ca. 7 bis 8 Wochen) und können innerhalb von 40 Tagen eine neue Generation bilden. Durchschnittlich entwickeln sich 3 - 5 Generationen pro Jahr. Schlechte Lebensbedingungen überdauern die Nematoden als Ei.

TRV wirkungsvoll bekämpfen

Die Ölrettichsorten, die für die Kartoffelfruchtfolge von P. H. PETERSEN empfohlen werden, sind zusätzlich auf ihre Wirkung zur Verminderung der Virusbedingten Eisenfleckigkeit überprüft.

Bei BENTO konnte keine Übertragung des Tabak-Rattle-Virus nachgewiesen werden, zweitbeste Sorte war SILETTA NOVA.

Bei den geprüften Ölrettichen sind große Sortenunterschiede festzustellen:

Für den Zwischenfruchtanbau vor Kartoffeln ist es deshalb ratsam, die Ölrettichsorten anzubauen, deren vermindernde Wirkung gegen die Virusbedingte Eisenfleckigkeit nachgewiesen ist.



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